Monthly Recaps
Monthly Recaps: Sommer 2026

30.09.26
/
7 min.
von
Lena Steinke
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Den Juli-Recap habe ich verpasst, den August-Recap aus den Augen verloren, der September-Recap fasst nun alles der letzten Monate zusammen. Let’s fetz!

Während ich zuletzt noch als Passenger Princess quer durch Schweden kutschiert wurde, der Regen nur so auf die Windschutzscheibe prasselte und die Bäume von Kilometer zu Kilometer gelber und kahler wurden, realisierte ich, dass ich ganz unverhofft in eine Sommerpause untergetaucht bin.
Dieser Recap ist also nicht nur ein kompletter Dreimonats-Rückblick, sondern vielmehr eine kleine Hommage an meinen Sommer, den ich zu großen Teilen in Skandinavien verbrachte.
Wo fange ich nur an?
Es ist einfach so viel passiert und das, worauf ich die letzten zwei Jahre kontinuierlich hingearbeitet habe, ist nun zu meiner neuen Realität geworden. Whoa, es ist irgendwie ein großer Schritt, das wirklich auszusprechen.

Nach dem Vanausbau ging es auf Testfahrt nach Dänemark
Im Juli haben wir den zweijährigen Camperausbau abgeschlossen (endlich!!) und sind zu einer fast zweiwöchigen Testfahrt nach Dänemark aufgebrochen. Wir fuhren an der Nordseeküste entlang, liefen Dünen hoch und runter, besuchten Plätze meiner Kindheit, aßen Lakritz-Softeis und fuhren an den Ort, an dem Nord- und Ostsee aufeinander treffen. Wir verliebten uns in Aarhus und fuhren anschließend (mit mehreren Kirppu-Stops) auf der Ostseeseite wieder zurück nach Hause.
Für ein paar Tage hatten wir perfektes Dänemark-Sommerwetter und durch den Tapetenwechsel sprudelte mein Kopf nur so vor Ideen. Jeden Tag füllte ich mein Skizzenbuch und nutzte die eingeplanten Arbeitstage dafür, diese ins Digitale zu übersetzen. Es wurde richtig viel gefilmt und fotografiert. Ich war einfach unglaublich glücklich zu dieser Zeit und dachte, ich bin endlich in meinem Traumleben angekommen.
Hauptberufliche selbstständige Tätigkeit. Wow, what?
Wir kamen aus Dänemark zurück und fixten noch ein paar Minifehler am Van. Auch standen während der Woche Zuhause ein paar große bürokratische To-Dos an. In der Zeit meldete ich mein Nebengewerbe ab und meine hauptberufliche selbstständige Tätigkeit als Designerin und Fotografin an. Damit bin ich nun ganz offiziell auf mich alleine gestellt. Ein riesengroßer Schritt!
Für mich stand immer fest, dass ich irgendwann selbstständig arbeiten möchte. Nur zweifelte ich lange, ob ich als eher ruhige Person dafür überhaupt gemacht bin. Obwohl ich weiß, was ich kann, fällt es mir oft schwer, mich laut zu präsentieren, herauszuschreien und meine Arbeit nach außen zu zeigen. Ihr wollt nicht wissen, wie voll meine Festplatten sind und was ich alles nie gezeigt habe, weil ich mich selbst sabotiere…
Um Aufträge zu bekommen, gehört dieser Teil aber dazu, weshalb ich im letzten Jahr schon an einem Auftritt arbeitete, der zu mir passt.
Ich werde die selbstständige Arbeit nun einfach mal ausprobieren und verfolge in den nächsten Monaten meine Ziele. Vielleicht setze ich mir dazu auch eigene kleine Challenges. Ich habe nämlich total viele Ideen, weiß aber gerade noch nicht, wie ich diese genau umsetze. Es bleibt auf jeden Fall spannend. Besonders für mich selbst.
Neben den ganzen organisatorischen Terminen und Vanfix-To-Dos standen noch drei Designpräsentationen, eine Familienfeier und Dates mit Freundinnen an und wir mussten noch einiges Zuhause und im Van vorbereiten, sodass wir entspannt den Spätsommer in Norwegen und Schweden verbringen konnten.

Ein Monat in Norwegen
Nach der Woche zuhause ging es dann aber wieder hoch gen Norden. Erneut fuhren wir nach Dänemark, um von Hirtshals die Fähre nach Kristiansand zu nehmen.
Kurze Zeit später befanden wir uns in Südnorwegen und erlebten dort ein paar spätsommerliche Tage, die wir mit möglichst viel Zeit in der Natur füllten.





Wir bahnten uns langsam den Weg entlang von Fjordlandschaften, Gletschern und Wasserfällen bis in die Mitte Norwegens. Mit der Verwandlung der Blätter von sattgrün zu hellgelb, leerten sich die Stellplätze und die Temperaturen sanken mit jedem Tag etwas mehr.
Dicke Regenwolken wurden zu unseren Begleitern und folgten uns auf Schritt und Tritt. Der Regen hatte aber anscheinend eine 4-Tage-Woche, denn lustigerweise wurden wir jeden Donnerstag aufs Neue von Sonne überrascht. Wie eine Urlaubsvertretung sprang sie ein und wir planten so unsere Wandertage. Oder wir trotzten dem Regen einfach und kletterten trotzdem die Berge hoch. Hauptsache draußen sein und die Zeit nutzen!


Wir verbrachten viel Zeit in der Natur, besuchten aber auch ein paar Städte. Mir gefiel Bergen richtig gut. Wir haben aber für die regenreichste Stadt Europas einen super sonnigen Tag erwischt, weshalb mein Tag in Bergen vielleicht nicht unbedingt der Realität entspricht. Ich mochte die farbigen Hausfassaden und Türen, den Charme und die ganzen süßen Cafés sehr. Wir hatten einen mega schönen Tag dort.


Ab nach Schweden
Aufgrund des Regens und der zunehmend kälteren Temperaturen fuhren wir nach Schweden rüber. Leider war das Wetter dort auch nicht so viel besser, sodass wir mehrere Arbeitstage einlegten. Schließlich mussten wir unterwegs trotzdem etwas abarbeiten. Wir arbeiteten 2 volle Tage pro Woche aus dem Van heraus, klappten aber auch zwischendurch immer mal die Laptops auf.
In Schweden verbrachten wir mehr Zeit im Van und waren deutlich weniger wandern. Dafür besuchten wir Göteborg und ich aß das beste Sandwich meines Lebens! Wir stöberten durch die Läden, besuchten das Haga Viertel, den Botanischen Garten und Felix musste mich aus The English Bookshop rauszerren.


Gegen Ende September ging es für uns dann auch schon in Richtung Hamburg. Wir besuchten zwischendurch noch das IKEA Museum in Älmhult, das echt Spaß gebracht hat. Wenn man in der Nähe ist, kann man es durchaus mal besuchen. Es ging um die Entstehung von IKEA, den Gründer Ingvar Kamprad, die Unternehmensphilosophie und die Entstehung der Möbelstücke. Die aktuelle Sonderausstellung Real Play ruft dazu auf, zu spielen, egal wie alt man ist.

Ein letztes sommerliches Wochenende in Kopenhagen
Auf Kopenhagen haben wir uns besonders gefreut und wir wollen auf jeden Fall wiederkommen! Kopenhagen bringt einfach Spaß und ist eine meiner liebsten Städte, wenn es um Cafés und gutes Design geht. Ich habe auch noch ein paar Museen auf der Liste, die wir leider in den zwei Tagen nicht geschafft haben.
Während des Sommers habe ich mich bereits in Aarhus verliebt, aber Kopenhagen befindet sich mindestens auf gleicher Stufe. Ich war schon einmal zwischen Winter und Frühjahr dort, aber im Spätsommer wirkt dort alles so anders und ich mag den Vibe sehr!
Ich kam mir übrigens richtig cool vor, mit meinen in hellblauem Seidenpapier eingewickelten Riso-Prints aus dem Flan Café unter dem Arm herumzuschlendern und habe die Outfit-Farbkombi absolut gefühlt.
Mit unglaublich viel Inspiration (auch mit Blick auf ein paar Home-Renovierungsprojekte, die wir jetzt angehen möchten) ging es zurück nach Hamburg. Was für ein Sommer!



Gedacht
Ich wollte gar nicht, dass diese Reise endet und habe in dem einen oder anderen Meltdown all meine Träume und Lebenspläne überdacht. Das kommt so einmal im Monat vor (hmm, komischer Zufall…) und endet oft damit, dass ich mir etwas eingestehen muss.
Ein Learning, das mir der zweite Teil der Vanreise durch Norwegen und Schweden gezeigt hat, ist, dass ich weniger Projekte gleichzeitig mit auf Reisen nehmen sollte, sodass ich mich einerseits voll auf eine Sache konzentrieren kann und andererseits genug Zeit abseits der Arbeit für das Wandern und für Pausen in der Natur habe. Das war der erste Test für dieses Lebens- und Arbeitsmodell und es gab Phasen, in denen ich es absolut gefühlt habe. An einem Tag hatte ich vormittags einen Kundinnencall und stand keine drei Stunden später neben einem Gletscher, zu dem wir gewandert sind. In diesen Momenten dachte ich, das Maximum an Work-Life-Balance wäre erfüllt.
Es gab aber auch die Tage, an denen nicht alles rund lief, ich spontan Druckdaten korrigierte und mir selbst Stress machte. Ich sprang zwischen Projekten hin und her und wollte manchmal insgeheim nur meine eigenen Dinge abarbeiten.

Gleichzeitig fragte ich mich, weshalb ich mit meinem Content in Form von Fotos und Videos einfach nicht hinterher komme. Ich verglich mich mit Vanlife-YouTubern, die ein Video pro Woche schneiden und vergaß, dass diese vermutlich nicht noch nebenher drei Markenidentitäten aufbauen, bei Fragen zur Seite stehen, am Businessaufbau von zwei eigenen Designstudios arbeiten und dabei noch versuchen, den Sommer ihres Lebens zu genießen.
Ich habe gelernt, dass es auch für die Arbeit Jahreszeiten gibt. Und die Jahreszeit, in der ich reise, sollte vielleicht nicht unbedingt die sein, in der ich an zu vielen Projekten gleichzeitig arbeite. Das Problem wird nur fast immer sein, dass es sich nicht planen lässt. Vor einigen Monaten habe ich mir schöne Projekte gewünscht und manchmal kommen sie halt alle auf einmal. Lässt sich das besser planen? Das wird sich mit der Zeit vermutlich zeigen.


The Safekeep von Yael van der Wouden
Ich las The Safekeep hauptsächlich im Autobahnstau und konnte nicht mehr aufhören. Es geht um ein Haus und zwei Frauen. Eine, die alles unter Kontrolle haben will und eine, die ihre Ordnung so ziemlich auf den Kopf stellt. Es ist eine queere Lovestory meets Familiengeheimnisse. Das Buch spielt nach dem zweiten Weltkrieg und beinhaltet Rückblenden. Es gibt Spannung, Erotik und Plottwists ohne Ende.
The Harpy von Megan Hunter
The Harpy von Megan Hunter habe ich letztens zufällig im Second-Hand Shop gefunden und habe es nun auf der Reise gelesen. Das Buch erzählt von Lucy, einer Mutter von zwei kleinen Kindern, die erfährt, dass ihr Mann sie mit einer Kollegin betrogen hat. Sie treffen eine Abmachung: Sie darf ihm dreimal wehtun, dann soll es gut und vergessen sein. Lucy verliert sich aber in einem Sog aus Wut, Kontrolle und Fragen, was aus einer Frau wird, die jahrelang nur noch in einer Mutterrolle funktioniert hat. Sie identifiziert sich zunehmend mit einer Harpyie, einer Figur aus der griechischen Mythologie. Irgendwann verschwimmen die Grenzen zwischen ihr und der Harpyie fast gänzlich. Ich fand es tatsächlich besser als zunächst angenommen. Es ist ein kurzes Buch, das man gut mal zwischendurch lesen kann.

The Testaments von Margaret Atwood
The Testaments stand nach The Handmaid’s Tale auf jeden Fall auf meiner Leseliste und ich fand es zusammen mit The Harpy bei Stilbruch für 2 €. Ich las es ebenfalls auf der Vanreise und bin bestens vorbereitet auf die neue TV-Serie The Testaments.
The Testaments spielt rund fünfzehn Jahre nach The Handmaid's Tale und erzählt die Geschichte aus den Augen von drei unterschiedlichen Frauen: Aunt Lydia, die nach wie vor zu den mächtigsten Frauen in Gilead gehört, Agnes, die in Gilead aufgewachsen ist und Daisy, die in Kanada lebt und Gilead verachtet. Ihre Wege finden zusammen und die Geschichte einer neuen Generation Gileads wird weitererzählt.
Ich fand das Buch gut, aber es kam meiner Meinung nach nicht an The Handmaid’s Tale heran. Vermutlich aber auch, weil man beim Lesen von The Handmaid’s Tale so schockiert von der Geschichte war, sodass einen die Fortsetzung kaum noch so sehr aus der Bahn werfen kann.

Es wurden drei Filme und eine Doku gesehen.
Project Hail Mary
Der hat mir richtig gut gefallen. Ich dachte erst, es wäre einfach nur ein weiterer Astronautenfilm, aber dann war ich total gerührt von der Story und fand den einfach sehr sehr schön!
Small Things Like These
Das Buch von Claire Keegan mag ich unglaublich gerne und Cillian Murphy ist einer meiner Lieblingsschauspieler. In Small Things Like These spielt er den Kohlenhändler Bill Furlong. Es ist ein sehr ruhiger, langsamer Film, der die reale Geschichte der Magdalene Laundries aufgreift. Bis 1996 wurden dort junge Frauen, darunter unverheiratete Mütter, Waisen oder schwer erziehbare Jugendliche vor der Gesellschaft versteckt. Sie mussten oft unbezahlt und unter schweren Bedingungen arbeiten. Hauptsächlich in Wäschereien. Die Gewinne behielten die religiösen Orden. Im Film stolpert Bill Furlong über einen Vorfall in so einem Heim und steht vor einem moralischen Konflikt. In dem Buch und auch in dem Film geht viel um Empathie, die Macht der Kirche und darum, ob man als Einzelperson mit kleinen Dingen etwas bewirken kann.
Glennkill: Ein Schafskrimi
Ein Schäfer wird ermordet und die Schafe übernehmen den Fall und spielen Detektiv. Klingt wild, ist aber sehr unterhaltsam und sorgt dafür, dass ich nun alle Winterlämmer retten möchte.
The Contestant
Zum ersten Mal habe ich von der Geschichte von Nasubi im Too-Many-Tabs-Podcast gehört und weil alles so absurd klingt, haben wir die Doku gesehen. Es geht um einen Mann mit dem Spitznamen Nasubi (übersetzt Aubergine), der für rund 15 Monate für eine japanische Reality-TV-Show in einem Raum isoliert wird. Bei der Show A Life in Prizes muss er bei Preisausschreiben mitmachen und sich so eine Million Yen erspielen. Er startet nackt, ohne Kleidung, denn auch diese muss er sich erst erspielen und bekommt nur ein paar Cracker, damit er nicht verhungert. Er wird dabei ohne sein Wissen im Fernsehen übertragen und wird zu einem riesigen Reality-TV-Star. Absolut empfehlenswerte Doku über diese kontroverse und vermutlich schlimmste TV-Show aller Zeiten.

Es gibt viele, viele Baustellen und ich hoffe, bald mehr zeigen zu können. Derzeit arbeite ich noch an der Finalisierung von drei sehr unterschiedlichen Brand-Design-Projekten für Kund:innen und an kreativen Projekten in eigener Sache.

YouTube: Thailand Vlogs sind endlich abgeschlossen.
Im Sommer konnte ich endlich mit den Thailand Vlogs abschließen. Die ganze Serie umfasst 5 Vlogs und hat insgesamt 92 Minuten Länge. So lang wie ein Fußballspiel plus Nachspielzeit oder auch ein ganzer Kinofilm. Da habe ich wohl etwas übertrieben. Die ganze Reihe kann man hier anschauen: Posts from Thailand – Eine Pause vom Vanausbau
Personal Brand Illustrationen
Diese kleinen Illustrationen in diesem Artikel sind übrigens auch neu entstanden. Zuerst gab es viele Ideen im Skizzenbuch, die ich dann digital gezeichnet und teils doch noch mal stark geändert habe.


Analoge Fundstücke:
Fundstücke 01: Flohmarkt-Fundstücke
In Dänemark hüpfte mein Flohmi-Herz fröhlich auf und ab und ich fand in den Kirppu’s und Loppemarked’s zwei super schöne Jacken, einen roten Hocker, einen Laptop-Stand und eine sehr weirde Hundevase. Auf dem Rückweg durch Kopenhagen kamen dann noch zwei rote Eyecatcher mit. Ein Midcentury Tablett von Allbricka für den Esstisch und ein kleiner roter Hoptimist, der mich in Zeiten der Zweifel immer schön aufmuntern soll. Die Dänemark Tour war also nicht nur Testphase für den Van und ein neues Arbeitsmodell, sondern auch eine kleine große Loppetour.
Ich liebe es einfach, richtig tolle (und scheinbar viele rote) Flohmarktschnäppchen zu finden, die man nicht überall bekommt und Dänemark ist einfach ein Second-Hand Paradies. Ich bin übrigens etwas stolz auf mich, dass ich nicht aus Versehen noch mehrere Louis Poulsen Lampen mitgenommen habe. Vielleicht beim nächsten Mal.
Fundstück 02: Playground Magazine Issue 5
Als wir in Schweden das Ikea Museum in Älmhult besuchten, fand ich dort ein Magazin des Designstudios Studio Playground. Ich verfolge das Studio schon eine Weile (auch hier auf Substack) und mag die Arbeit sehr. Genau wie auch die Ikea Ausstellung selbst, inspiriert das Magazin mehr zu spielen. Ich bin großer Fan vom experimentieren und um die Ecke denken und verfolge einen ähnlichen Ansatz, weshalb ich diese fünfte Ausgabe des Playground Magazins mitnahm und nun immer mal wieder durchblättere. Große Empfehlung für alle Kreativen.
Fundstück 03: einen kleinen handgemachten Keramikhund aka “The Little Desk Companion” von Ana Seixas
Wir sind eigentlich Katzenmenschen, warum sind hier dieses mal so viele Hunde dabei? Diese kleine Keramikfigur fanden wir bei Flan in Kopenhagen. Dieses Café hat auch einen kleinen Shop mit vielen Illustrationen, Riso-Prints (da haben wir auch zwei mitgenommen, die aber noch gerahmt werden müssen) und Keramik. Eine riesige Empfehlung, aber für Portemonnaies von Menschen wie mir auch sehr gefährlich.
Wir fanden später heraus, dass es auch noch eine Maus gab, die übrigens auch sehr süß ist. Ana Seixas hat noch viele andere schöne Dinge in ihrem Onlineshop.

Digitale Fundstücke:
Fundstück 04: Future Fonts
Future Fonts ist eine Plattform für Schriften, die noch in Arbeit sind. Type Designer und Type Foundries können dort ihre Schriften schon im frühen Stadium veröffentlichen. Man kann diese Schriften dort oft günstig einkaufen und so den Arbeitsprozess mitfinanzieren. Es ist etwas wie Kickstarter, nur für Schriften. Die Updates bekommt man kostenlos, bis die Schrift fertig ist. Ich finde das ist eine super Möglichkeit, Designer:innen zu supporten und einer Schrift beim wachsen zuzusehen.

Es geht in diesen Recaps nicht nur um riesige Meilensteine, sondern vielmehr um die kleinen Dinge des Alltags und weil diese manchmal etwas untergehen, beende ich die Recaps mit einer Liste der Dankbarkeit.
Im Juli, August und September habe ich mich gefreut über:
das Ankommen im Vanlife und Freude darüber, dass wir uns einen Traum auf vier Rädern erbaut haben, auf den wir wirklich stolz sein dürfen
einen Sommer in Dänemark, Matilde Kakao und Softeis mit Lakritz
einen Spätsommer in Norwegen
den Herbstanfang in Schweden
Inspiration durch Erlebnisse und Fundstücke
richtig schöne Flohmi-Fundstücke und Loppi-Stöberei
eine spontane Badstreichaktion kurz vor der Vanreise
mein Rennrad. Ähm, ups, das ist schnell eskaliert. Bald folgt ein Bikepacking-Trip?
unglaubliche Wanderungen mit Gipfelsnacks und Gletscherblicken
baden im eiskalten Norwegischen Gewässer
den Fortschritt bei Branding-Projekten, die ich derzeit betreue
meine neuen cuten Illustrationen in diesem Artikel, hihi
Im Oktober möchte ich gerne:
Van-Reise Vlogs schneiden
für ein paar Tage nach Berlin reisen und Ólafur Arnalds neue Tour Falling Apart Together im Admiralspalast live erleben. OMG ich freue mich so sehr!
eine Home-Renovierung planen
einen neuen Branding Case zusammenstellen
eine herbstliche Rennrad-Ausfahrt machen
ein Bananenbrot backen
die letzten Bilder der Skandinavien-Reise final bearbeiten
das Buch Multitudes von Lucy Caldwell lesen
See you next month!
…
Lena
Den Juli-Recap habe ich verpasst, den August-Recap aus den Augen verloren, der September-Recap fasst nun alles der letzten Monate zusammen. Let’s fetz!

Während ich zuletzt noch als Passenger Princess quer durch Schweden kutschiert wurde, der Regen nur so auf die Windschutzscheibe prasselte und die Bäume von Kilometer zu Kilometer gelber und kahler wurden, realisierte ich, dass ich ganz unverhofft in eine Sommerpause untergetaucht bin.
Dieser Recap ist also nicht nur ein kompletter Dreimonats-Rückblick, sondern vielmehr eine kleine Hommage an meinen Sommer, den ich zu großen Teilen in Skandinavien verbrachte.
Wo fange ich nur an?
Es ist einfach so viel passiert und das, worauf ich die letzten zwei Jahre kontinuierlich hingearbeitet habe, ist nun zu meiner neuen Realität geworden. Whoa, es ist irgendwie ein großer Schritt, das wirklich auszusprechen.

Nach dem Vanausbau ging es auf Testfahrt nach Dänemark
Im Juli haben wir den zweijährigen Camperausbau abgeschlossen (endlich!!) und sind zu einer fast zweiwöchigen Testfahrt nach Dänemark aufgebrochen. Wir fuhren an der Nordseeküste entlang, liefen Dünen hoch und runter, besuchten Plätze meiner Kindheit, aßen Lakritz-Softeis und fuhren an den Ort, an dem Nord- und Ostsee aufeinander treffen. Wir verliebten uns in Aarhus und fuhren anschließend (mit mehreren Kirppu-Stops) auf der Ostseeseite wieder zurück nach Hause.
Für ein paar Tage hatten wir perfektes Dänemark-Sommerwetter und durch den Tapetenwechsel sprudelte mein Kopf nur so vor Ideen. Jeden Tag füllte ich mein Skizzenbuch und nutzte die eingeplanten Arbeitstage dafür, diese ins Digitale zu übersetzen. Es wurde richtig viel gefilmt und fotografiert. Ich war einfach unglaublich glücklich zu dieser Zeit und dachte, ich bin endlich in meinem Traumleben angekommen.
Hauptberufliche selbstständige Tätigkeit. Wow, what?
Wir kamen aus Dänemark zurück und fixten noch ein paar Minifehler am Van. Auch standen während der Woche Zuhause ein paar große bürokratische To-Dos an. In der Zeit meldete ich mein Nebengewerbe ab und meine hauptberufliche selbstständige Tätigkeit als Designerin und Fotografin an. Damit bin ich nun ganz offiziell auf mich alleine gestellt. Ein riesengroßer Schritt!
Für mich stand immer fest, dass ich irgendwann selbstständig arbeiten möchte. Nur zweifelte ich lange, ob ich als eher ruhige Person dafür überhaupt gemacht bin. Obwohl ich weiß, was ich kann, fällt es mir oft schwer, mich laut zu präsentieren, herauszuschreien und meine Arbeit nach außen zu zeigen. Ihr wollt nicht wissen, wie voll meine Festplatten sind und was ich alles nie gezeigt habe, weil ich mich selbst sabotiere…
Um Aufträge zu bekommen, gehört dieser Teil aber dazu, weshalb ich im letzten Jahr schon an einem Auftritt arbeitete, der zu mir passt.
Ich werde die selbstständige Arbeit nun einfach mal ausprobieren und verfolge in den nächsten Monaten meine Ziele. Vielleicht setze ich mir dazu auch eigene kleine Challenges. Ich habe nämlich total viele Ideen, weiß aber gerade noch nicht, wie ich diese genau umsetze. Es bleibt auf jeden Fall spannend. Besonders für mich selbst.
Neben den ganzen organisatorischen Terminen und Vanfix-To-Dos standen noch drei Designpräsentationen, eine Familienfeier und Dates mit Freundinnen an und wir mussten noch einiges Zuhause und im Van vorbereiten, sodass wir entspannt den Spätsommer in Norwegen und Schweden verbringen konnten.

Ein Monat in Norwegen
Nach der Woche zuhause ging es dann aber wieder hoch gen Norden. Erneut fuhren wir nach Dänemark, um von Hirtshals die Fähre nach Kristiansand zu nehmen.
Kurze Zeit später befanden wir uns in Südnorwegen und erlebten dort ein paar spätsommerliche Tage, die wir mit möglichst viel Zeit in der Natur füllten.





Wir bahnten uns langsam den Weg entlang von Fjordlandschaften, Gletschern und Wasserfällen bis in die Mitte Norwegens. Mit der Verwandlung der Blätter von sattgrün zu hellgelb, leerten sich die Stellplätze und die Temperaturen sanken mit jedem Tag etwas mehr.
Dicke Regenwolken wurden zu unseren Begleitern und folgten uns auf Schritt und Tritt. Der Regen hatte aber anscheinend eine 4-Tage-Woche, denn lustigerweise wurden wir jeden Donnerstag aufs Neue von Sonne überrascht. Wie eine Urlaubsvertretung sprang sie ein und wir planten so unsere Wandertage. Oder wir trotzten dem Regen einfach und kletterten trotzdem die Berge hoch. Hauptsache draußen sein und die Zeit nutzen!


Wir verbrachten viel Zeit in der Natur, besuchten aber auch ein paar Städte. Mir gefiel Bergen richtig gut. Wir haben aber für die regenreichste Stadt Europas einen super sonnigen Tag erwischt, weshalb mein Tag in Bergen vielleicht nicht unbedingt der Realität entspricht. Ich mochte die farbigen Hausfassaden und Türen, den Charme und die ganzen süßen Cafés sehr. Wir hatten einen mega schönen Tag dort.


Ab nach Schweden
Aufgrund des Regens und der zunehmend kälteren Temperaturen fuhren wir nach Schweden rüber. Leider war das Wetter dort auch nicht so viel besser, sodass wir mehrere Arbeitstage einlegten. Schließlich mussten wir unterwegs trotzdem etwas abarbeiten. Wir arbeiteten 2 volle Tage pro Woche aus dem Van heraus, klappten aber auch zwischendurch immer mal die Laptops auf.
In Schweden verbrachten wir mehr Zeit im Van und waren deutlich weniger wandern. Dafür besuchten wir Göteborg und ich aß das beste Sandwich meines Lebens! Wir stöberten durch die Läden, besuchten das Haga Viertel, den Botanischen Garten und Felix musste mich aus The English Bookshop rauszerren.


Gegen Ende September ging es für uns dann auch schon in Richtung Hamburg. Wir besuchten zwischendurch noch das IKEA Museum in Älmhult, das echt Spaß gebracht hat. Wenn man in der Nähe ist, kann man es durchaus mal besuchen. Es ging um die Entstehung von IKEA, den Gründer Ingvar Kamprad, die Unternehmensphilosophie und die Entstehung der Möbelstücke. Die aktuelle Sonderausstellung Real Play ruft dazu auf, zu spielen, egal wie alt man ist.

Ein letztes sommerliches Wochenende in Kopenhagen
Auf Kopenhagen haben wir uns besonders gefreut und wir wollen auf jeden Fall wiederkommen! Kopenhagen bringt einfach Spaß und ist eine meiner liebsten Städte, wenn es um Cafés und gutes Design geht. Ich habe auch noch ein paar Museen auf der Liste, die wir leider in den zwei Tagen nicht geschafft haben.
Während des Sommers habe ich mich bereits in Aarhus verliebt, aber Kopenhagen befindet sich mindestens auf gleicher Stufe. Ich war schon einmal zwischen Winter und Frühjahr dort, aber im Spätsommer wirkt dort alles so anders und ich mag den Vibe sehr!
Ich kam mir übrigens richtig cool vor, mit meinen in hellblauem Seidenpapier eingewickelten Riso-Prints aus dem Flan Café unter dem Arm herumzuschlendern und habe die Outfit-Farbkombi absolut gefühlt.
Mit unglaublich viel Inspiration (auch mit Blick auf ein paar Home-Renovierungsprojekte, die wir jetzt angehen möchten) ging es zurück nach Hamburg. Was für ein Sommer!



Gedacht
Ich wollte gar nicht, dass diese Reise endet und habe in dem einen oder anderen Meltdown all meine Träume und Lebenspläne überdacht. Das kommt so einmal im Monat vor (hmm, komischer Zufall…) und endet oft damit, dass ich mir etwas eingestehen muss.
Ein Learning, das mir der zweite Teil der Vanreise durch Norwegen und Schweden gezeigt hat, ist, dass ich weniger Projekte gleichzeitig mit auf Reisen nehmen sollte, sodass ich mich einerseits voll auf eine Sache konzentrieren kann und andererseits genug Zeit abseits der Arbeit für das Wandern und für Pausen in der Natur habe. Das war der erste Test für dieses Lebens- und Arbeitsmodell und es gab Phasen, in denen ich es absolut gefühlt habe. An einem Tag hatte ich vormittags einen Kundinnencall und stand keine drei Stunden später neben einem Gletscher, zu dem wir gewandert sind. In diesen Momenten dachte ich, das Maximum an Work-Life-Balance wäre erfüllt.
Es gab aber auch die Tage, an denen nicht alles rund lief, ich spontan Druckdaten korrigierte und mir selbst Stress machte. Ich sprang zwischen Projekten hin und her und wollte manchmal insgeheim nur meine eigenen Dinge abarbeiten.

Gleichzeitig fragte ich mich, weshalb ich mit meinem Content in Form von Fotos und Videos einfach nicht hinterher komme. Ich verglich mich mit Vanlife-YouTubern, die ein Video pro Woche schneiden und vergaß, dass diese vermutlich nicht noch nebenher drei Markenidentitäten aufbauen, bei Fragen zur Seite stehen, am Businessaufbau von zwei eigenen Designstudios arbeiten und dabei noch versuchen, den Sommer ihres Lebens zu genießen.
Ich habe gelernt, dass es auch für die Arbeit Jahreszeiten gibt. Und die Jahreszeit, in der ich reise, sollte vielleicht nicht unbedingt die sein, in der ich an zu vielen Projekten gleichzeitig arbeite. Das Problem wird nur fast immer sein, dass es sich nicht planen lässt. Vor einigen Monaten habe ich mir schöne Projekte gewünscht und manchmal kommen sie halt alle auf einmal. Lässt sich das besser planen? Das wird sich mit der Zeit vermutlich zeigen.


The Safekeep von Yael van der Wouden
Ich las The Safekeep hauptsächlich im Autobahnstau und konnte nicht mehr aufhören. Es geht um ein Haus und zwei Frauen. Eine, die alles unter Kontrolle haben will und eine, die ihre Ordnung so ziemlich auf den Kopf stellt. Es ist eine queere Lovestory meets Familiengeheimnisse. Das Buch spielt nach dem zweiten Weltkrieg und beinhaltet Rückblenden. Es gibt Spannung, Erotik und Plottwists ohne Ende.
The Harpy von Megan Hunter
The Harpy von Megan Hunter habe ich letztens zufällig im Second-Hand Shop gefunden und habe es nun auf der Reise gelesen. Das Buch erzählt von Lucy, einer Mutter von zwei kleinen Kindern, die erfährt, dass ihr Mann sie mit einer Kollegin betrogen hat. Sie treffen eine Abmachung: Sie darf ihm dreimal wehtun, dann soll es gut und vergessen sein. Lucy verliert sich aber in einem Sog aus Wut, Kontrolle und Fragen, was aus einer Frau wird, die jahrelang nur noch in einer Mutterrolle funktioniert hat. Sie identifiziert sich zunehmend mit einer Harpyie, einer Figur aus der griechischen Mythologie. Irgendwann verschwimmen die Grenzen zwischen ihr und der Harpyie fast gänzlich. Ich fand es tatsächlich besser als zunächst angenommen. Es ist ein kurzes Buch, das man gut mal zwischendurch lesen kann.

The Testaments von Margaret Atwood
The Testaments stand nach The Handmaid’s Tale auf jeden Fall auf meiner Leseliste und ich fand es zusammen mit The Harpy bei Stilbruch für 2 €. Ich las es ebenfalls auf der Vanreise und bin bestens vorbereitet auf die neue TV-Serie The Testaments.
The Testaments spielt rund fünfzehn Jahre nach The Handmaid's Tale und erzählt die Geschichte aus den Augen von drei unterschiedlichen Frauen: Aunt Lydia, die nach wie vor zu den mächtigsten Frauen in Gilead gehört, Agnes, die in Gilead aufgewachsen ist und Daisy, die in Kanada lebt und Gilead verachtet. Ihre Wege finden zusammen und die Geschichte einer neuen Generation Gileads wird weitererzählt.
Ich fand das Buch gut, aber es kam meiner Meinung nach nicht an The Handmaid’s Tale heran. Vermutlich aber auch, weil man beim Lesen von The Handmaid’s Tale so schockiert von der Geschichte war, sodass einen die Fortsetzung kaum noch so sehr aus der Bahn werfen kann.

Es wurden drei Filme und eine Doku gesehen.
Project Hail Mary
Der hat mir richtig gut gefallen. Ich dachte erst, es wäre einfach nur ein weiterer Astronautenfilm, aber dann war ich total gerührt von der Story und fand den einfach sehr sehr schön!
Small Things Like These
Das Buch von Claire Keegan mag ich unglaublich gerne und Cillian Murphy ist einer meiner Lieblingsschauspieler. In Small Things Like These spielt er den Kohlenhändler Bill Furlong. Es ist ein sehr ruhiger, langsamer Film, der die reale Geschichte der Magdalene Laundries aufgreift. Bis 1996 wurden dort junge Frauen, darunter unverheiratete Mütter, Waisen oder schwer erziehbare Jugendliche vor der Gesellschaft versteckt. Sie mussten oft unbezahlt und unter schweren Bedingungen arbeiten. Hauptsächlich in Wäschereien. Die Gewinne behielten die religiösen Orden. Im Film stolpert Bill Furlong über einen Vorfall in so einem Heim und steht vor einem moralischen Konflikt. In dem Buch und auch in dem Film geht viel um Empathie, die Macht der Kirche und darum, ob man als Einzelperson mit kleinen Dingen etwas bewirken kann.
Glennkill: Ein Schafskrimi
Ein Schäfer wird ermordet und die Schafe übernehmen den Fall und spielen Detektiv. Klingt wild, ist aber sehr unterhaltsam und sorgt dafür, dass ich nun alle Winterlämmer retten möchte.
The Contestant
Zum ersten Mal habe ich von der Geschichte von Nasubi im Too-Many-Tabs-Podcast gehört und weil alles so absurd klingt, haben wir die Doku gesehen. Es geht um einen Mann mit dem Spitznamen Nasubi (übersetzt Aubergine), der für rund 15 Monate für eine japanische Reality-TV-Show in einem Raum isoliert wird. Bei der Show A Life in Prizes muss er bei Preisausschreiben mitmachen und sich so eine Million Yen erspielen. Er startet nackt, ohne Kleidung, denn auch diese muss er sich erst erspielen und bekommt nur ein paar Cracker, damit er nicht verhungert. Er wird dabei ohne sein Wissen im Fernsehen übertragen und wird zu einem riesigen Reality-TV-Star. Absolut empfehlenswerte Doku über diese kontroverse und vermutlich schlimmste TV-Show aller Zeiten.

Es gibt viele, viele Baustellen und ich hoffe, bald mehr zeigen zu können. Derzeit arbeite ich noch an der Finalisierung von drei sehr unterschiedlichen Brand-Design-Projekten für Kund:innen und an kreativen Projekten in eigener Sache.

YouTube: Thailand Vlogs sind endlich abgeschlossen.
Im Sommer konnte ich endlich mit den Thailand Vlogs abschließen. Die ganze Serie umfasst 5 Vlogs und hat insgesamt 92 Minuten Länge. So lang wie ein Fußballspiel plus Nachspielzeit oder auch ein ganzer Kinofilm. Da habe ich wohl etwas übertrieben. Die ganze Reihe kann man hier anschauen: Posts from Thailand – Eine Pause vom Vanausbau
Personal Brand Illustrationen
Diese kleinen Illustrationen in diesem Artikel sind übrigens auch neu entstanden. Zuerst gab es viele Ideen im Skizzenbuch, die ich dann digital gezeichnet und teils doch noch mal stark geändert habe.


Analoge Fundstücke:
Fundstücke 01: Flohmarkt-Fundstücke
In Dänemark hüpfte mein Flohmi-Herz fröhlich auf und ab und ich fand in den Kirppu’s und Loppemarked’s zwei super schöne Jacken, einen roten Hocker, einen Laptop-Stand und eine sehr weirde Hundevase. Auf dem Rückweg durch Kopenhagen kamen dann noch zwei rote Eyecatcher mit. Ein Midcentury Tablett von Allbricka für den Esstisch und ein kleiner roter Hoptimist, der mich in Zeiten der Zweifel immer schön aufmuntern soll. Die Dänemark Tour war also nicht nur Testphase für den Van und ein neues Arbeitsmodell, sondern auch eine kleine große Loppetour.
Ich liebe es einfach, richtig tolle (und scheinbar viele rote) Flohmarktschnäppchen zu finden, die man nicht überall bekommt und Dänemark ist einfach ein Second-Hand Paradies. Ich bin übrigens etwas stolz auf mich, dass ich nicht aus Versehen noch mehrere Louis Poulsen Lampen mitgenommen habe. Vielleicht beim nächsten Mal.
Fundstück 02: Playground Magazine Issue 5
Als wir in Schweden das Ikea Museum in Älmhult besuchten, fand ich dort ein Magazin des Designstudios Studio Playground. Ich verfolge das Studio schon eine Weile (auch hier auf Substack) und mag die Arbeit sehr. Genau wie auch die Ikea Ausstellung selbst, inspiriert das Magazin mehr zu spielen. Ich bin großer Fan vom experimentieren und um die Ecke denken und verfolge einen ähnlichen Ansatz, weshalb ich diese fünfte Ausgabe des Playground Magazins mitnahm und nun immer mal wieder durchblättere. Große Empfehlung für alle Kreativen.
Fundstück 03: einen kleinen handgemachten Keramikhund aka “The Little Desk Companion” von Ana Seixas
Wir sind eigentlich Katzenmenschen, warum sind hier dieses mal so viele Hunde dabei? Diese kleine Keramikfigur fanden wir bei Flan in Kopenhagen. Dieses Café hat auch einen kleinen Shop mit vielen Illustrationen, Riso-Prints (da haben wir auch zwei mitgenommen, die aber noch gerahmt werden müssen) und Keramik. Eine riesige Empfehlung, aber für Portemonnaies von Menschen wie mir auch sehr gefährlich.
Wir fanden später heraus, dass es auch noch eine Maus gab, die übrigens auch sehr süß ist. Ana Seixas hat noch viele andere schöne Dinge in ihrem Onlineshop.

Digitale Fundstücke:
Fundstück 04: Future Fonts
Future Fonts ist eine Plattform für Schriften, die noch in Arbeit sind. Type Designer und Type Foundries können dort ihre Schriften schon im frühen Stadium veröffentlichen. Man kann diese Schriften dort oft günstig einkaufen und so den Arbeitsprozess mitfinanzieren. Es ist etwas wie Kickstarter, nur für Schriften. Die Updates bekommt man kostenlos, bis die Schrift fertig ist. Ich finde das ist eine super Möglichkeit, Designer:innen zu supporten und einer Schrift beim wachsen zuzusehen.

Es geht in diesen Recaps nicht nur um riesige Meilensteine, sondern vielmehr um die kleinen Dinge des Alltags und weil diese manchmal etwas untergehen, beende ich die Recaps mit einer Liste der Dankbarkeit.
Im Juli, August und September habe ich mich gefreut über:
das Ankommen im Vanlife und Freude darüber, dass wir uns einen Traum auf vier Rädern erbaut haben, auf den wir wirklich stolz sein dürfen
einen Sommer in Dänemark, Matilde Kakao und Softeis mit Lakritz
einen Spätsommer in Norwegen
den Herbstanfang in Schweden
Inspiration durch Erlebnisse und Fundstücke
richtig schöne Flohmi-Fundstücke und Loppi-Stöberei
eine spontane Badstreichaktion kurz vor der Vanreise
mein Rennrad. Ähm, ups, das ist schnell eskaliert. Bald folgt ein Bikepacking-Trip?
unglaubliche Wanderungen mit Gipfelsnacks und Gletscherblicken
baden im eiskalten Norwegischen Gewässer
den Fortschritt bei Branding-Projekten, die ich derzeit betreue
meine neuen cuten Illustrationen in diesem Artikel, hihi
Im Oktober möchte ich gerne:
Van-Reise Vlogs schneiden
für ein paar Tage nach Berlin reisen und Ólafur Arnalds neue Tour Falling Apart Together im Admiralspalast live erleben. OMG ich freue mich so sehr!
eine Home-Renovierung planen
einen neuen Branding Case zusammenstellen
eine herbstliche Rennrad-Ausfahrt machen
ein Bananenbrot backen
die letzten Bilder der Skandinavien-Reise final bearbeiten
das Buch Multitudes von Lucy Caldwell lesen
See you next month!
…
Lena
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