Monthly Recaps

Monthly Recaps: April 2026

03.04.26

/

8 min.

von

Lena Steinke

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Anniversary Recap! Seit einem Jahr mache ich diese Recaps und damit ist noch lange nicht Schluss.

Ich finde es immer sehr schön, auf den Monat zurück zu blicken und zu sehen was man so alles erlebt und erschaffen hat. Und das tolle Feedback zu diesen Recaps motiviert mich natürlich auch diese Serie weiterzuführen.


erlebt.

Der April macht was er will und hat mich erst mal mit einer dicken Erkältung überfallen. Hustend und schniefend schleppte ich mich durch die ersten Apriltage. Immer noch angeschlagen wurde ich ein Jahr älter und schrieb einen Brief an mein jüngeres Ich.

Das gute Aprilwetter wurde oft für Spaziergänge mit und ohne Kameras genutzt. Es wurden Freunde getroffen, mit Anja gefotowalked und geschaukelt, an meiner Zukunft gearbeitet, es gab ein großes Wiedersehen und ich war beim Bingo & Schampus Abend im Südpol, hatte absolutes Bingopech, dafür aber verdammt viel Spaß! Pech im Spiel aber Glück in der Liebe, oder wie war das noch mal? Haha.



gearbeitet.

Personal Brand Shoot mit Laura.

Laura ist Schuhdesignerin und brauchte neue Personal Brand Fotos für LinkedIn und Social Media. Ziel war es, authentische Bilder zu kreieren, auf denen sie sich selbst wiedererkennen kann. Wir fotografierten atmosphärische Portraits, Headshots mit natürlichem Licht, Arbeitssituationen und Details.

Hier gehts zum Projekt

Videoschnitt und Arbeit an einem Brand Design

Zu den Designprojekten gibt es bald hoffentlich mehr zu erzählen und zeigen… momentan wird hier viel im Hintergrund gearbeitet.

Auch sitze ich immer noch am Video von meiner Thailand Reise und versuche noch herauszufinden, ob ich alles in einem langen Video lasse oder es in kleinere Vlogs aufbrechen sollte. Wir haben einfach sehr viel erlebt.


Netzwerken, Weiterbildung, eine eigene Meinung und Visitenkarten verteilen

Ich war auf einem Netzwerk und Workshop Event speziell für weibliche Gründerinnen und Unternehmerinnen. Mein größtes Learning? Wie glücklich ich mich als Frau schätzen kann, Support von meinem Partner zu bekommen! Ich war ernsthaft erschrocken, wie oft es in Workshops und Gesprächen darum ging, dass Frauen mit Businessideen und Mut zur Selbstständigkeit von ihren eigenen Ehemännern und Partnern nicht ernst genommen werden. WTF? Da wurde mir mal wieder bewusst, dass ich in einer scheinbar sehr emanzipierten Bubble unterwegs bin, in der wir Frauen selbstverständlich Unterstützung bekommen und unsere Arbeit, unsere Visionen und unser Mut nicht einfach nur belächelt wird.

Dieses Event hat mir zugegebenermaßen auch nicht ganz das gegeben, was ich gesucht habe. Ich bin mit zu hohen Erwartungen dort hingegangen, nur um schnell zu merken, dass ich mich auf Events unter gleichgesinnten Kreativen deutlich wohler fühle und mir lieber branchenspezifische Vorträge von Personen aus dem Design- und Fotografiebereich anhöre.

Auch habe ich realisiert, dass ich meine eigene Ansicht haben darf. Vielen Aussagen konnte ich einfach nicht zustimmen, insbesondere wenn es um Branding ging:

Nein, Visitenkarten günstig und schnell zu produzieren (“ist ja auch günstig über Flyeralarm"), einfach auf gut Glück Flyer in Briefkästen einzuwerfen (“wenn nur ein Haushalt von 100 zu Kundschaft wird, hat man ja schon was erreicht”) und zu sagen, dass man keine Website braucht (“brauchte ich nicht, weil ich ein Netzwerk hatte”), sind meiner Meinung nach keine guten Tipps, um eine Marke nachhaltig so aufzubauen, dass sie eine gute Außenwirkung hat. Insbesondere weil es im nächsten Vortrag darum ging, dass man gut genug ist, Premium-Preise zu verlangen. Ja, wenn die Marke das vermittelt und man eine gute Leistung bringt sicher. Keine Frage! Go for it! Aber Canva-DIY-Design auf labbrigen Flyeralarm Karten und penetrante Werbeeinwürfe (die Umwelt dankt!), die eher nach blinden Versuchen aussehen, als nach klarer Positionierung, wirkt einfach nicht hochwertig und steht im Kontrast zu ebendiesen Premium-Preisen.

Bei dem Event konnte ich auch zum ersten mal meine neuen Visitenkarten verteilen. Ich habe kürzlich erst darüber geschrieben, was eine Visitenkarte eigentlich alles verrät und habe einen sehr nerdigen Deep Dive gemacht. In dem Artikel habe ich über Papier, Haptik, Veredelungen und was es bedeutet, wenn man einfach schnell was günstig und lieblos produziert, geschrieben. Premium-Preise fordern, aber eine Karte überreichen, die es einfach nicht vermittelt… Genau dieses Thema hat mich schon vor dem Event beschäftigt. Jetzt weiß ich, dass es vielen scheinbar immer noch nicht bewusst ist, dass jedes Detail, so auch nur ein kleines Stück Pappe, den Eindruck einer Marke mitprägt.


gebaut.

Im Van wurde nach spontanem Ausbau aller Möbel und Austausch der schweren Bodenplatte endlich gestrichen und ich liebe die hellblaue Farbe!

Der Ausbau im April stand im Zeichen von „Einsatz auf 4 Rädern“. Es wurde endlich schöööön gemacht! Bald kann dekoriert werden, sodass einer amüsanten Ausfahrt im wohnlichen WoMo nichts mehr im Wege steht. ;)


gelesen.

They von Kay Dick

They galt lange als verschollenes Buch, wurde nach 40 Jahren wiederentdeckt und im Rahmen der Faber Editions Reihe publiziert. Mit nur 107 Seiten ist es ein perfektes Buch, um aus einer Leseflaute rauszukommen. Bei mir hat es jedenfalls super funktioniert und ich habe es an einem Tag verschlungen. Es erklärt wenig und wirft viele Fragen auf.

Fragen wie: Was würde passieren, wenn eine autoritäre, im Schatten agierende Gruppe (im Buch „They“ genannt) jegliche Art von Kunst verbieten und nach und nach ganz heimlich Bücher, Kunstwerke und Musik aus Häusern und kulturellen Einrichtungen entfernen würde? Wie gehen Kreativschaffende damit um? Würden sie weiterhin ihrer Kunst nachgehen, selbst wenn sie nicht mehr sichtbar wäre? Selbst wenn sie sich damit in Gefahr begeben würden? Selbst wenn They sie in Retreats stecken, sie verstummen lassen und ihnen jegliche Emotion entziehen würden? Selbst wenn They sie töten könnten?

They erklärt kaum etwas, skizziert lediglich an, lässt einen überlegend zurück. Es ist vielleicht nicht mal eine zusammenhängende Story. Ich weiß nicht einmal, ob es aus Sicht einer Person geschrieben ist oder ob es vielleicht eher verschiedene Kurzgeschichten aus dieser Welt zusammenfasst. Es fallen viele Namen, aber man lernt keinen Charakter so wirklich kennen. Irgendwie verwirrt es. Irgendwie fasziniert es.

Stoner von John Williams

Stoner war lange auf meinem To-be-read-Stapel und begegnete mir in Empfehlungslisten immer wieder. Und, oh, das mochte ich! Es geht um die Lebensgeschichte von William Stoner, einem Mann, der als Sohn von Landwirten zur Welt kam und sich für einen akademischen Lebensweg entschied. Das Buch behandelt Fragen rund um Identität und darum, wie die Herkunft eine Person prägt, aber auch die Innenwelt von Stoner, der sich oft isoliert und anders fühlt. Ich mochte die Melancholie und wie kleinste Details beschrieben wurden.


Mothers von Chris Power

Mothers von Chris Power beinhaltet Kurzgeschichten. Einerseits mag ich solche Kurzgeschichten gerne, weil man immer mal wieder eine lesen kann, andererseits brauche ich oft deutlich länger, einen Band mit mehreren Stories abzuschließen, weil ich ihn oft tagelang weglege, ohne eine neue Geschichte zu beginnen. Ich las Mothers parallel zu Stoner und sprang so immer zwischen der Welt von Stoner, die in einem Zeitraum zwischen 1900 und 1950 spielt, und einer sehr modernen Erzählung verschiedener Geschichten in der heutigen Zeit. Alienation und das Gefühl, anders zu sein, ziehen sich aber durch beide Bücher.

Die Charaktere in Mothers verlieren sich oft in der Suche nach dem Sinn ihres Lebens. Sie sehnen sich nach Verbindung und möchten gleichzeitig ihre Freiheit nicht aufgeben. Unausgesprochenes führt zu Rückzug und Einsamkeit.

Im Zentrum dieser Sammlung an Kurzgeschichten stehen die Geschichten „Summer 1976“, „Innsbruck“ und „Eva“, die den Beginn, die Mitte und das Ende des Buchs formen und von einer Person namens Eva im Laufe ihres Lebens handeln. Titelgebend spielt die Beziehung zu ihrer Mutter in allen Geschichten um Eva eine primäre Rolle.

The Burrow von Melanie Cheng

The Burrow war mein Lieblingsbuch im April!

Tiere, die bei der Trauerbewältigung helfen, scheinen ein Thema zu sein, das mich irgendwie immer wieder mitnimmt und beschäftigt. Grief Is the Thing with Feathers von Max Porter ist eines meiner absoluten Lieblingsbücher, und The Burrow hat viele Parallelen dazu. Kurze Kapitel, jeweils aus der Perspektive der Eltern und Kinder erzählt, und ein Tier, das nach einem schrecklichen Verlust für Ablenkung im Alltag sorgt.

In The Burrow geht es um eine Familie, die durch einen Unfall ein Familienmitglied verloren hat. Ein neues Kaninchen als Haustier soll mehr Leichtigkeit und Ablenkung in den Alltag bringen. Unausgesprochene Worte liegen wie schwere Gewitterwolken über ihrem Haus in einer australischen Vorstadt, während jede Figur mit einer eigenen Version von Schuld und Trauer lebt. Es geht aber nicht nur um Trauer, sondern auch um Vergebung und darum, nach einer Tragödie wieder Hoffnung zu finden.

Ich mochte dieses Buch unglaublich gerne! Die Charaktere sind feinfühlig beschrieben und man kann sich gut in sie hineinversetzen. Die Geschichte ist sehr traurig und nimmt einen mit. Durch den ständigen Perspektivwechsel bleibt sie sehr lebendig und man fliegt nur so durch das Buch.


gehört.

Im April habe ich ziemlich viel Musik gehört und mir eine neue Songs On Repeat –The Spring Edit Playlist inkl. Cover erstellt. Sie beinhaltet viel Indie/Alternative und ich höre sie derzeit rauf und runter. Musik zu empfehlen ist so ein bisschen meine Love Language. Ich liebe einfach gut kuratierte Playlists und dies ist ein kleines Frühlingsgeschenk von mir an euch.

Hier gehts zur Playlist

gesehen.

Dieses mal gibt es einfach nur eine kleine Auflistung mit Links zu den Trailern und kleinen Anmerkungen.

  • The Handmaid’s Tale – Season 6

    Unglaublich gute Serie und auch die letzte Staffel hat nicht enttäuscht. Absolute Empfehlung!

  • 28 Years Later: The Bone Temple

    To be honest: ich hasse Horrorfilme. Wie passt hier 28 Years Later in diese Liste? Meine Antwort: Ich finde diese Reihe einfach unglaublich unterhaltsam und gut gemacht! Den ersten Teil 28 Days Later habe ich tatsächlich erst vor einigen Monaten gesehen. Und der kam im Jahr 2002 raus! Ich dachte immer, dass ich Horrorfilme zu ekelig finde und ich durch Jump Scares einen Herzinfarkt erleide. Tja, Meinungen können sich ändern. Mich hat es bei 28 Days Later überrascht, dass man einen Film mit einem MiniDV camcorder mit 480p Auflösung drehen kann, aber die Stimmung über Perspektive, Ästhetik und Bildsprache so gut transportieren kann. Danach war ich hooked. 28 Years Later: The Bone Temple fand ich so absurd witzig. Ich habe mehr gelacht als mich erschrocken. Besonders die Szenen rund um den von Ralph Fiennes gespielten Charakter Dr. Kelson sind überraschend komisch.


See you next month!


Lena

Anniversary Recap! Seit einem Jahr mache ich diese Recaps und damit ist noch lange nicht Schluss.

Ich finde es immer sehr schön, auf den Monat zurück zu blicken und zu sehen was man so alles erlebt und erschaffen hat. Und das tolle Feedback zu diesen Recaps motiviert mich natürlich auch diese Serie weiterzuführen.


erlebt.

Der April macht was er will und hat mich erst mal mit einer dicken Erkältung überfallen. Hustend und schniefend schleppte ich mich durch die ersten Apriltage. Immer noch angeschlagen wurde ich ein Jahr älter und schrieb einen Brief an mein jüngeres Ich.

Das gute Aprilwetter wurde oft für Spaziergänge mit und ohne Kameras genutzt. Es wurden Freunde getroffen, mit Anja gefotowalked und geschaukelt, an meiner Zukunft gearbeitet, es gab ein großes Wiedersehen und ich war beim Bingo & Schampus Abend im Südpol, hatte absolutes Bingopech, dafür aber verdammt viel Spaß! Pech im Spiel aber Glück in der Liebe, oder wie war das noch mal? Haha.



gearbeitet.

Personal Brand Shoot mit Laura.

Laura ist Schuhdesignerin und brauchte neue Personal Brand Fotos für LinkedIn und Social Media. Ziel war es, authentische Bilder zu kreieren, auf denen sie sich selbst wiedererkennen kann. Wir fotografierten atmosphärische Portraits, Headshots mit natürlichem Licht, Arbeitssituationen und Details.

Hier gehts zum Projekt

Videoschnitt und Arbeit an einem Brand Design

Zu den Designprojekten gibt es bald hoffentlich mehr zu erzählen und zeigen… momentan wird hier viel im Hintergrund gearbeitet.

Auch sitze ich immer noch am Video von meiner Thailand Reise und versuche noch herauszufinden, ob ich alles in einem langen Video lasse oder es in kleinere Vlogs aufbrechen sollte. Wir haben einfach sehr viel erlebt.


Netzwerken, Weiterbildung, eine eigene Meinung und Visitenkarten verteilen

Ich war auf einem Netzwerk und Workshop Event speziell für weibliche Gründerinnen und Unternehmerinnen. Mein größtes Learning? Wie glücklich ich mich als Frau schätzen kann, Support von meinem Partner zu bekommen! Ich war ernsthaft erschrocken, wie oft es in Workshops und Gesprächen darum ging, dass Frauen mit Businessideen und Mut zur Selbstständigkeit von ihren eigenen Ehemännern und Partnern nicht ernst genommen werden. WTF? Da wurde mir mal wieder bewusst, dass ich in einer scheinbar sehr emanzipierten Bubble unterwegs bin, in der wir Frauen selbstverständlich Unterstützung bekommen und unsere Arbeit, unsere Visionen und unser Mut nicht einfach nur belächelt wird.

Dieses Event hat mir zugegebenermaßen auch nicht ganz das gegeben, was ich gesucht habe. Ich bin mit zu hohen Erwartungen dort hingegangen, nur um schnell zu merken, dass ich mich auf Events unter gleichgesinnten Kreativen deutlich wohler fühle und mir lieber branchenspezifische Vorträge von Personen aus dem Design- und Fotografiebereich anhöre.

Auch habe ich realisiert, dass ich meine eigene Ansicht haben darf. Vielen Aussagen konnte ich einfach nicht zustimmen, insbesondere wenn es um Branding ging:

Nein, Visitenkarten günstig und schnell zu produzieren (“ist ja auch günstig über Flyeralarm"), einfach auf gut Glück Flyer in Briefkästen einzuwerfen (“wenn nur ein Haushalt von 100 zu Kundschaft wird, hat man ja schon was erreicht”) und zu sagen, dass man keine Website braucht (“brauchte ich nicht, weil ich ein Netzwerk hatte”), sind meiner Meinung nach keine guten Tipps, um eine Marke nachhaltig so aufzubauen, dass sie eine gute Außenwirkung hat. Insbesondere weil es im nächsten Vortrag darum ging, dass man gut genug ist, Premium-Preise zu verlangen. Ja, wenn die Marke das vermittelt und man eine gute Leistung bringt sicher. Keine Frage! Go for it! Aber Canva-DIY-Design auf labbrigen Flyeralarm Karten und penetrante Werbeeinwürfe (die Umwelt dankt!), die eher nach blinden Versuchen aussehen, als nach klarer Positionierung, wirkt einfach nicht hochwertig und steht im Kontrast zu ebendiesen Premium-Preisen.

Bei dem Event konnte ich auch zum ersten mal meine neuen Visitenkarten verteilen. Ich habe kürzlich erst darüber geschrieben, was eine Visitenkarte eigentlich alles verrät und habe einen sehr nerdigen Deep Dive gemacht. In dem Artikel habe ich über Papier, Haptik, Veredelungen und was es bedeutet, wenn man einfach schnell was günstig und lieblos produziert, geschrieben. Premium-Preise fordern, aber eine Karte überreichen, die es einfach nicht vermittelt… Genau dieses Thema hat mich schon vor dem Event beschäftigt. Jetzt weiß ich, dass es vielen scheinbar immer noch nicht bewusst ist, dass jedes Detail, so auch nur ein kleines Stück Pappe, den Eindruck einer Marke mitprägt.


gebaut.

Im Van wurde nach spontanem Ausbau aller Möbel und Austausch der schweren Bodenplatte endlich gestrichen und ich liebe die hellblaue Farbe!

Der Ausbau im April stand im Zeichen von „Einsatz auf 4 Rädern“. Es wurde endlich schöööön gemacht! Bald kann dekoriert werden, sodass einer amüsanten Ausfahrt im wohnlichen WoMo nichts mehr im Wege steht. ;)


gelesen.

They von Kay Dick

They galt lange als verschollenes Buch, wurde nach 40 Jahren wiederentdeckt und im Rahmen der Faber Editions Reihe publiziert. Mit nur 107 Seiten ist es ein perfektes Buch, um aus einer Leseflaute rauszukommen. Bei mir hat es jedenfalls super funktioniert und ich habe es an einem Tag verschlungen. Es erklärt wenig und wirft viele Fragen auf.

Fragen wie: Was würde passieren, wenn eine autoritäre, im Schatten agierende Gruppe (im Buch „They“ genannt) jegliche Art von Kunst verbieten und nach und nach ganz heimlich Bücher, Kunstwerke und Musik aus Häusern und kulturellen Einrichtungen entfernen würde? Wie gehen Kreativschaffende damit um? Würden sie weiterhin ihrer Kunst nachgehen, selbst wenn sie nicht mehr sichtbar wäre? Selbst wenn sie sich damit in Gefahr begeben würden? Selbst wenn They sie in Retreats stecken, sie verstummen lassen und ihnen jegliche Emotion entziehen würden? Selbst wenn They sie töten könnten?

They erklärt kaum etwas, skizziert lediglich an, lässt einen überlegend zurück. Es ist vielleicht nicht mal eine zusammenhängende Story. Ich weiß nicht einmal, ob es aus Sicht einer Person geschrieben ist oder ob es vielleicht eher verschiedene Kurzgeschichten aus dieser Welt zusammenfasst. Es fallen viele Namen, aber man lernt keinen Charakter so wirklich kennen. Irgendwie verwirrt es. Irgendwie fasziniert es.

Stoner von John Williams

Stoner war lange auf meinem To-be-read-Stapel und begegnete mir in Empfehlungslisten immer wieder. Und, oh, das mochte ich! Es geht um die Lebensgeschichte von William Stoner, einem Mann, der als Sohn von Landwirten zur Welt kam und sich für einen akademischen Lebensweg entschied. Das Buch behandelt Fragen rund um Identität und darum, wie die Herkunft eine Person prägt, aber auch die Innenwelt von Stoner, der sich oft isoliert und anders fühlt. Ich mochte die Melancholie und wie kleinste Details beschrieben wurden.


Mothers von Chris Power

Mothers von Chris Power beinhaltet Kurzgeschichten. Einerseits mag ich solche Kurzgeschichten gerne, weil man immer mal wieder eine lesen kann, andererseits brauche ich oft deutlich länger, einen Band mit mehreren Stories abzuschließen, weil ich ihn oft tagelang weglege, ohne eine neue Geschichte zu beginnen. Ich las Mothers parallel zu Stoner und sprang so immer zwischen der Welt von Stoner, die in einem Zeitraum zwischen 1900 und 1950 spielt, und einer sehr modernen Erzählung verschiedener Geschichten in der heutigen Zeit. Alienation und das Gefühl, anders zu sein, ziehen sich aber durch beide Bücher.

Die Charaktere in Mothers verlieren sich oft in der Suche nach dem Sinn ihres Lebens. Sie sehnen sich nach Verbindung und möchten gleichzeitig ihre Freiheit nicht aufgeben. Unausgesprochenes führt zu Rückzug und Einsamkeit.

Im Zentrum dieser Sammlung an Kurzgeschichten stehen die Geschichten „Summer 1976“, „Innsbruck“ und „Eva“, die den Beginn, die Mitte und das Ende des Buchs formen und von einer Person namens Eva im Laufe ihres Lebens handeln. Titelgebend spielt die Beziehung zu ihrer Mutter in allen Geschichten um Eva eine primäre Rolle.

The Burrow von Melanie Cheng

The Burrow war mein Lieblingsbuch im April!

Tiere, die bei der Trauerbewältigung helfen, scheinen ein Thema zu sein, das mich irgendwie immer wieder mitnimmt und beschäftigt. Grief Is the Thing with Feathers von Max Porter ist eines meiner absoluten Lieblingsbücher, und The Burrow hat viele Parallelen dazu. Kurze Kapitel, jeweils aus der Perspektive der Eltern und Kinder erzählt, und ein Tier, das nach einem schrecklichen Verlust für Ablenkung im Alltag sorgt.

In The Burrow geht es um eine Familie, die durch einen Unfall ein Familienmitglied verloren hat. Ein neues Kaninchen als Haustier soll mehr Leichtigkeit und Ablenkung in den Alltag bringen. Unausgesprochene Worte liegen wie schwere Gewitterwolken über ihrem Haus in einer australischen Vorstadt, während jede Figur mit einer eigenen Version von Schuld und Trauer lebt. Es geht aber nicht nur um Trauer, sondern auch um Vergebung und darum, nach einer Tragödie wieder Hoffnung zu finden.

Ich mochte dieses Buch unglaublich gerne! Die Charaktere sind feinfühlig beschrieben und man kann sich gut in sie hineinversetzen. Die Geschichte ist sehr traurig und nimmt einen mit. Durch den ständigen Perspektivwechsel bleibt sie sehr lebendig und man fliegt nur so durch das Buch.


gehört.

Im April habe ich ziemlich viel Musik gehört und mir eine neue Songs On Repeat –The Spring Edit Playlist inkl. Cover erstellt. Sie beinhaltet viel Indie/Alternative und ich höre sie derzeit rauf und runter. Musik zu empfehlen ist so ein bisschen meine Love Language. Ich liebe einfach gut kuratierte Playlists und dies ist ein kleines Frühlingsgeschenk von mir an euch.

Hier gehts zur Playlist

gesehen.

Dieses mal gibt es einfach nur eine kleine Auflistung mit Links zu den Trailern und kleinen Anmerkungen.

  • The Handmaid’s Tale – Season 6

    Unglaublich gute Serie und auch die letzte Staffel hat nicht enttäuscht. Absolute Empfehlung!

  • 28 Years Later: The Bone Temple

    To be honest: ich hasse Horrorfilme. Wie passt hier 28 Years Later in diese Liste? Meine Antwort: Ich finde diese Reihe einfach unglaublich unterhaltsam und gut gemacht! Den ersten Teil 28 Days Later habe ich tatsächlich erst vor einigen Monaten gesehen. Und der kam im Jahr 2002 raus! Ich dachte immer, dass ich Horrorfilme zu ekelig finde und ich durch Jump Scares einen Herzinfarkt erleide. Tja, Meinungen können sich ändern. Mich hat es bei 28 Days Later überrascht, dass man einen Film mit einem MiniDV camcorder mit 480p Auflösung drehen kann, aber die Stimmung über Perspektive, Ästhetik und Bildsprache so gut transportieren kann. Danach war ich hooked. 28 Years Later: The Bone Temple fand ich so absurd witzig. Ich habe mehr gelacht als mich erschrocken. Besonders die Szenen rund um den von Ralph Fiennes gespielten Charakter Dr. Kelson sind überraschend komisch.


See you next month!


Lena

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