
Monthly Recaps
Monthly Recaps: November 2025

01.12.25
/
7 min.
von
Lena Steinke
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Laubbläser haben die herbstliche Atmosphäre lautstark weggepustet und Hamburg zu großen Teilen in eine kahle trübe Suppe verwandelt. Der November, samt Laub, flog davon, die ersten Buden auf dem Weihnachtsmarkt schenken bereits Glühwein aus und Schnee läutete eine verfrühte Weihnachtszeit ein.
Dieses Jahr entkommen wir dem Dezember, der mich jedes Jahr aufs Neue eher traurig und melancholisch macht, statt mich in eine gemütliche Weihnachtsstimmung zu bringen. Ein Weihnachtsmensch bin ich nicht. Ich mag das Drumherum einfach nicht. Den Kitsch, das Künstliche und den Konsum.
Im Dezember holt mich oft der Gedanke ein, im Jahr nicht genug geschafft zu haben. Wieder nicht alle Häkchen auf meinen Listen gesetzt zu haben. Und dabei vergesse ich schnell, dass ich dafür viele andere Dinge erlebt, kreiert und gelernt habe. Oder dass ich mehr für mich und mein Wohlbefinden getan habe. Trotzdem kommt der Dezember jedes Mal mit seinen “hätte ich mal” und “sollte längst fertig sein” Gedanken um die Ecke. Besonders kurz vor Silvester trifft es mich.
Ich hoffe, dass dieses Jahr besser wird. Vollgetankt mit thailändischer Sonne und Wärme kann man doch hoffentlich gut ins neue Jahr starten, oder?

erlebt.
Im November gab es viele Verabredungen, Frühstücks- und Dinner-Dates, Spieleabende, Flohmarkt-Sonntage, Spaziergänge und einfach gute Gespräche mit Freunden. Ein ziemlich sozialer Monat.
Ich schmiedete Zukunftspläne, arbeitete an meinem eigenen Branding, erstellte mehrere Sticker und beendete ein Client Editorial Projekt. Auch wurde viel für die wed&connect Weihnachtsfeier geplant, die Anfang Dezember ansteht und doch immer recht viel Organisationsaufwand für uns Gründerinnen bedeutet.
Zudem ging ich ein Brand Design für ein persönliches Projekt an, das mich mit ins nächste Jahr begleiten wird und hoffentlich auch meine kreative Zukunft mit prägen wird. Bleibt also spannend!

Es wurde sehr wenig im Alltag fotografiert, was ich aber gerne wieder aufnehmen möchte. Derzeit fehlt mir einfach oft die Energie und ich lenke mich leider viel zu oft mit anderen Dingen ab. Das sieht man vielleicht schon an der Art, wie ich auf diesem Bild sitze, das Anja von Merle und mir beim Coworking aufgenommen hat. Das sieht nicht gesund aus, haha.

gelesen.

Wow, wenn ich diesen Stapel so sehe, habe ich echt viel gelesen im November. Hier kommt die komplette Liste:
Intermezzo von Sally Rooney
Dieses Buch habe ich letztens auf dem Flohmarkt für zwei Euro mitgenommen, da es schon länger auf meiner Leseliste stand. Als ich es begann, war ich noch etwas skeptisch und brauchte einen Moment, um in die Geschichte reinzukommen. Es geht um zwei Brüder, die sehr verschieden sind, um gesellschaftliche Erwartungen, Beziehungen und das Gefühl, nicht den Normen zu entsprechen. Nach den ersten 100 Seiten konnte ich es aber nicht mehr weglegen, las 200 Seiten an einem Tag und beendete es am nächsten Morgen. Als ich die letzten Seiten las, saß mir ein Kloß im Hals. Ich beendete es und hatte kleine Tränen in den Augen. Irgendwie hat es mich dann doch sehr berührt.

Mr Salery von Sally Rooney
Dies ist eine Kurzgeschichte von Sally Rooney. Ganze 40 Seiten und in unter einer halben Stunde durchgelesen. Ich mochte sie und finde es erstaunlich, was Sally Rooney auf so wenigen Seiten erschaffen kann. Ich könnte mir von der Geschichte sogar eine Fortsetzung vorstellen, weil ich wissen will, wie es weitergeht. Es ist ein kleines, kurzes Buch, das einen richtig gut aus einem Lesetrott holen kann.
Community Is Your Currency von Daisy Morris
Ich habe dieses Buch über die letzten zwei Monate gelesen und im November beendet. Es ist eine Art Ratgeber für Selbstständige und beinhaltet viele gute Tipps, wie man als Marke nicht nur Klicks generiert, sondern eine Community erschaffen kann. Große Empfehlung für alle, die sich mehr mit Marketing und Social Media auseinander setzen möchten.

We should all be Feminists von Chimamanda Ngozi Adichie
Ein kleines Buch, eher ein Essay, abgeleitet von einem TED Talk aus dem Jahre 2012. Auch, wenn sich bereits viel getan hat, ist es 2026 (leider) immer noch aktuell. Ich bin stark dafür, dass dieses Buch an Schulen gelesen wird. Gerade in letzter Zeit merkt man, dass sich die Welt zurückbewegt. Ich befinde mich in einer Bubble, in der es für Männer selbstverständlich ist, dass Frauen und Männer die gleichen Rechte haben. Leider sieht vieles außerhalb dieser Bubble immer noch anders aus.
Ich habe das Buch gelesen und den TED Talk von Chimamanda Ngozi Adichie gehört. Den kompletten Talk gibt es online und ich habe ihn hier einmal reinkopiert. Absolut wichtig und mit viel Witz und Augenzwinkern rübergebracht. Ganz große Empfehlung!
“Gender matters everywhere in the world. And I would like today to ask that we should begin to dream about and plan for a different world. A fairer world. A world of happier men and happier women who are truer to themselves. And this is how we start: we must raise our daughters differently. We must also raise our sons differently.”

The Handmaid’s Tale von Margaret Atwood
Wow, was war das? Dieses Buch wollte ich schon länger lesen und habe es nun in der letzten Novemberwoche verschlungen. Absolut passend, es direkt nach “We Should All Be Feminists” zu lesen, denn The Handmaid’s Tale ist eine verstörende Science-Fiction Geschichte, die ein dystopisches Szenario zeigt, in dem Frauen nur noch eine Aufgabe haben: zu gebären.
Die Geschichte spielt in einem totalitären Staat, der aus einer religiösen Ideologie heraus entstanden ist. Frauen werden ihrer Rechte beraubt, verschiedenen Gruppen zugeteilt und auf bestimmte Funktionen reduziert. Die Hauptfigur gehört zu den Handmaids, also den Frauen, deren einziger Wert darin liegt, Kinder für mächtige Familien zu bekommen, da viele Menschen durch die Folgen von radioaktiver Strahlung unfruchtbar geworden sind. Ihr Alltag ist geprägt von sehr strengen Regeln, Überwachung und einer ständigen Angst, etwas falsch zu machen.
Es ist erschreckend, wie real sich die Szenerie anfühlt, denn vieles wirkt wie eine überzeichnete Version von Problemen und Mustern, die man aus der realen Welt kennt. Das Buch bleibt hängen, weil es zeigt, wie schnell Rechte, die wir als selbstverständlich ansehen, bröckeln können. Die heutige politische Lage zeigt es nur zu gut.
gehört und gesehen:
Tom Odell Konzert

Ich war mit drei Freundinnen auf einem Tom Odell Konzert und fand es unglaublich toll und sehr berührend. Die Band und Tom Odell waren einfach so so gut. Leider fand ich das Publikum etwas lustlos, jedenfalls dort wo wir saßen. Wir hatten Sitzplätze, was ich sonst nur von Klassikkonzerten kenne. Um uns herum war es oft recht ruhig (obwohl die Musik mehr verlangt hätte), es wurde teils wenig applaudiert und wir waren oftmals die einzigen, die mitgesungen und das ganze Konzert etwas sichtbarer mitgefühlt haben. Ich wäre gerne in der Menge untergegangen, irgendwo in den ersten Reihen, Sicht gar nicht mal so wichtig, einfach nur fühlen und von anderen fühlenden Menschen mitgerissen werden.
Was mir an dem Abend besonders aufgefallen ist: Instagram und allgemein Soziale Medien beeinflussen Konzerte inzwischen mehr, als man denkt. Manche Songs sind online so stark präsent, dass sich auch live plötzlich alles auf genau diese konzentriert. Ich habe während des Konzert darauf gewartet, dass mehr Menschen um uns herum aufstehen, mehr Stimmung machen, wollte aber auch nicht die einzige sein und den Personen hinter uns die Sicht versperren. Also wippten meine Beine und mein Kopf mit, meine Hand bewegte sich im Takt und ich versuchte auch im Sitzen möglichst viel mitzunehmen.
Bei dem Song “Another Love” sind dann tatsächlich alle aufgesprungen und plötzlich war unglaubliche Energie in der Halle. Warum nicht einfach schon vorher? “Another Love” war der letzte Song des Abends. Man hatte fast das Gefühl, viele hätten auf genau diesen Moment gewartet, das Handy bereits gezückt, Aufnahmeknopf an, hauptsache dieses eine Lied mitnehmen und teilen. Das Lied war noch nicht mal ganz vorbei, alle Musiker noch auf der Bühne und schon stürmten die ersten Personen aus der Halle raus. Danach ganz schnell online posten und sagen “ich war da”. Erlebt haben es viele so nur durch den Screen ihrer Smartphones. Das ist doch unglaublich traurig. Ich selbst filme bei Konzerten nicht mehr wirklich mit. Ich mache 2-3 Fotos, damit ich sie in mein Jahrbuch drucken oder hier wenigstens ein Bild im Recap zeigen kann, aber auf Konzerten möchte ich präsent sein, fühlen, die Zeit dort wirklich genießen und erleben. Manchmal gehe ich ohne ein einziges Bild nach Hause und habe den Abend trotzdem sehr präsent im Kopf. So auch diesen. Es war wirklich toll.
gebaut.
Im November hieß es beim Van-Ausbau zwei Schritte vor, und wieder einen zurück. Wir haben uns entschieden, doch noch eine Heckverbreitung in den Van einbauen zu lassen. Dafür mussten wir bei fast 0 Grad den Oberschrank und zwei Seitenwände abnehmen. Zuvor hat Felix aber noch den herausfahrbaren Lift für die Kaffeemaschine in die Küchenplatte gebaut, sodass immerhin der Punkt abgehakt war. Das war tatsächlich ein Detail, das wir deutlich schwieriger eingeschätzt haben und dieses mal direkt auf Anhieb klappte. Manchmal läuft es auch gut.
Wenn die Heckverbreitung eingebaut ist, können wir dann auch endlich die Wände zuspachteln, streichen und Fliesen anbringen. Danach fehlt noch der Boden und ein paar Kleinigkeiten.

vorfreude.
Diese Woche geht es nach Thailand und ich freue mich unglaublich auf Zeit in der Wärme, auf lesen am Strand, darauf zu schnorcheln, Tempel zu erkunden und ganz viel zu filmen. Byyyyye, wir sehen uns im neuen Jahr.
…
Lena
Laubbläser haben die herbstliche Atmosphäre lautstark weggepustet und Hamburg zu großen Teilen in eine kahle trübe Suppe verwandelt. Der November, samt Laub, flog davon, die ersten Buden auf dem Weihnachtsmarkt schenken bereits Glühwein aus und Schnee läutete eine verfrühte Weihnachtszeit ein.
Dieses Jahr entkommen wir dem Dezember, der mich jedes Jahr aufs Neue eher traurig und melancholisch macht, statt mich in eine gemütliche Weihnachtsstimmung zu bringen. Ein Weihnachtsmensch bin ich nicht. Ich mag das Drumherum einfach nicht. Den Kitsch, das Künstliche und den Konsum.
Im Dezember holt mich oft der Gedanke ein, im Jahr nicht genug geschafft zu haben. Wieder nicht alle Häkchen auf meinen Listen gesetzt zu haben. Und dabei vergesse ich schnell, dass ich dafür viele andere Dinge erlebt, kreiert und gelernt habe. Oder dass ich mehr für mich und mein Wohlbefinden getan habe. Trotzdem kommt der Dezember jedes Mal mit seinen “hätte ich mal” und “sollte längst fertig sein” Gedanken um die Ecke. Besonders kurz vor Silvester trifft es mich.
Ich hoffe, dass dieses Jahr besser wird. Vollgetankt mit thailändischer Sonne und Wärme kann man doch hoffentlich gut ins neue Jahr starten, oder?

erlebt.
Im November gab es viele Verabredungen, Frühstücks- und Dinner-Dates, Spieleabende, Flohmarkt-Sonntage, Spaziergänge und einfach gute Gespräche mit Freunden. Ein ziemlich sozialer Monat.
Ich schmiedete Zukunftspläne, arbeitete an meinem eigenen Branding, erstellte mehrere Sticker und beendete ein Client Editorial Projekt. Auch wurde viel für die wed&connect Weihnachtsfeier geplant, die Anfang Dezember ansteht und doch immer recht viel Organisationsaufwand für uns Gründerinnen bedeutet.
Zudem ging ich ein Brand Design für ein persönliches Projekt an, das mich mit ins nächste Jahr begleiten wird und hoffentlich auch meine kreative Zukunft mit prägen wird. Bleibt also spannend!

Es wurde sehr wenig im Alltag fotografiert, was ich aber gerne wieder aufnehmen möchte. Derzeit fehlt mir einfach oft die Energie und ich lenke mich leider viel zu oft mit anderen Dingen ab. Das sieht man vielleicht schon an der Art, wie ich auf diesem Bild sitze, das Anja von Merle und mir beim Coworking aufgenommen hat. Das sieht nicht gesund aus, haha.

gelesen.

Wow, wenn ich diesen Stapel so sehe, habe ich echt viel gelesen im November. Hier kommt die komplette Liste:
Intermezzo von Sally Rooney
Dieses Buch habe ich letztens auf dem Flohmarkt für zwei Euro mitgenommen, da es schon länger auf meiner Leseliste stand. Als ich es begann, war ich noch etwas skeptisch und brauchte einen Moment, um in die Geschichte reinzukommen. Es geht um zwei Brüder, die sehr verschieden sind, um gesellschaftliche Erwartungen, Beziehungen und das Gefühl, nicht den Normen zu entsprechen. Nach den ersten 100 Seiten konnte ich es aber nicht mehr weglegen, las 200 Seiten an einem Tag und beendete es am nächsten Morgen. Als ich die letzten Seiten las, saß mir ein Kloß im Hals. Ich beendete es und hatte kleine Tränen in den Augen. Irgendwie hat es mich dann doch sehr berührt.

Mr Salery von Sally Rooney
Dies ist eine Kurzgeschichte von Sally Rooney. Ganze 40 Seiten und in unter einer halben Stunde durchgelesen. Ich mochte sie und finde es erstaunlich, was Sally Rooney auf so wenigen Seiten erschaffen kann. Ich könnte mir von der Geschichte sogar eine Fortsetzung vorstellen, weil ich wissen will, wie es weitergeht. Es ist ein kleines, kurzes Buch, das einen richtig gut aus einem Lesetrott holen kann.
Community Is Your Currency von Daisy Morris
Ich habe dieses Buch über die letzten zwei Monate gelesen und im November beendet. Es ist eine Art Ratgeber für Selbstständige und beinhaltet viele gute Tipps, wie man als Marke nicht nur Klicks generiert, sondern eine Community erschaffen kann. Große Empfehlung für alle, die sich mehr mit Marketing und Social Media auseinander setzen möchten.

We should all be Feminists von Chimamanda Ngozi Adichie
Ein kleines Buch, eher ein Essay, abgeleitet von einem TED Talk aus dem Jahre 2012. Auch, wenn sich bereits viel getan hat, ist es 2026 (leider) immer noch aktuell. Ich bin stark dafür, dass dieses Buch an Schulen gelesen wird. Gerade in letzter Zeit merkt man, dass sich die Welt zurückbewegt. Ich befinde mich in einer Bubble, in der es für Männer selbstverständlich ist, dass Frauen und Männer die gleichen Rechte haben. Leider sieht vieles außerhalb dieser Bubble immer noch anders aus.
Ich habe das Buch gelesen und den TED Talk von Chimamanda Ngozi Adichie gehört. Den kompletten Talk gibt es online und ich habe ihn hier einmal reinkopiert. Absolut wichtig und mit viel Witz und Augenzwinkern rübergebracht. Ganz große Empfehlung!
“Gender matters everywhere in the world. And I would like today to ask that we should begin to dream about and plan for a different world. A fairer world. A world of happier men and happier women who are truer to themselves. And this is how we start: we must raise our daughters differently. We must also raise our sons differently.”

The Handmaid’s Tale von Margaret Atwood
Wow, was war das? Dieses Buch wollte ich schon länger lesen und habe es nun in der letzten Novemberwoche verschlungen. Absolut passend, es direkt nach “We Should All Be Feminists” zu lesen, denn The Handmaid’s Tale ist eine verstörende Science-Fiction Geschichte, die ein dystopisches Szenario zeigt, in dem Frauen nur noch eine Aufgabe haben: zu gebären.
Die Geschichte spielt in einem totalitären Staat, der aus einer religiösen Ideologie heraus entstanden ist. Frauen werden ihrer Rechte beraubt, verschiedenen Gruppen zugeteilt und auf bestimmte Funktionen reduziert. Die Hauptfigur gehört zu den Handmaids, also den Frauen, deren einziger Wert darin liegt, Kinder für mächtige Familien zu bekommen, da viele Menschen durch die Folgen von radioaktiver Strahlung unfruchtbar geworden sind. Ihr Alltag ist geprägt von sehr strengen Regeln, Überwachung und einer ständigen Angst, etwas falsch zu machen.
Es ist erschreckend, wie real sich die Szenerie anfühlt, denn vieles wirkt wie eine überzeichnete Version von Problemen und Mustern, die man aus der realen Welt kennt. Das Buch bleibt hängen, weil es zeigt, wie schnell Rechte, die wir als selbstverständlich ansehen, bröckeln können. Die heutige politische Lage zeigt es nur zu gut.
gehört und gesehen:
Tom Odell Konzert

Ich war mit drei Freundinnen auf einem Tom Odell Konzert und fand es unglaublich toll und sehr berührend. Die Band und Tom Odell waren einfach so so gut. Leider fand ich das Publikum etwas lustlos, jedenfalls dort wo wir saßen. Wir hatten Sitzplätze, was ich sonst nur von Klassikkonzerten kenne. Um uns herum war es oft recht ruhig (obwohl die Musik mehr verlangt hätte), es wurde teils wenig applaudiert und wir waren oftmals die einzigen, die mitgesungen und das ganze Konzert etwas sichtbarer mitgefühlt haben. Ich wäre gerne in der Menge untergegangen, irgendwo in den ersten Reihen, Sicht gar nicht mal so wichtig, einfach nur fühlen und von anderen fühlenden Menschen mitgerissen werden.
Was mir an dem Abend besonders aufgefallen ist: Instagram und allgemein Soziale Medien beeinflussen Konzerte inzwischen mehr, als man denkt. Manche Songs sind online so stark präsent, dass sich auch live plötzlich alles auf genau diese konzentriert. Ich habe während des Konzert darauf gewartet, dass mehr Menschen um uns herum aufstehen, mehr Stimmung machen, wollte aber auch nicht die einzige sein und den Personen hinter uns die Sicht versperren. Also wippten meine Beine und mein Kopf mit, meine Hand bewegte sich im Takt und ich versuchte auch im Sitzen möglichst viel mitzunehmen.
Bei dem Song “Another Love” sind dann tatsächlich alle aufgesprungen und plötzlich war unglaubliche Energie in der Halle. Warum nicht einfach schon vorher? “Another Love” war der letzte Song des Abends. Man hatte fast das Gefühl, viele hätten auf genau diesen Moment gewartet, das Handy bereits gezückt, Aufnahmeknopf an, hauptsache dieses eine Lied mitnehmen und teilen. Das Lied war noch nicht mal ganz vorbei, alle Musiker noch auf der Bühne und schon stürmten die ersten Personen aus der Halle raus. Danach ganz schnell online posten und sagen “ich war da”. Erlebt haben es viele so nur durch den Screen ihrer Smartphones. Das ist doch unglaublich traurig. Ich selbst filme bei Konzerten nicht mehr wirklich mit. Ich mache 2-3 Fotos, damit ich sie in mein Jahrbuch drucken oder hier wenigstens ein Bild im Recap zeigen kann, aber auf Konzerten möchte ich präsent sein, fühlen, die Zeit dort wirklich genießen und erleben. Manchmal gehe ich ohne ein einziges Bild nach Hause und habe den Abend trotzdem sehr präsent im Kopf. So auch diesen. Es war wirklich toll.
gebaut.
Im November hieß es beim Van-Ausbau zwei Schritte vor, und wieder einen zurück. Wir haben uns entschieden, doch noch eine Heckverbreitung in den Van einbauen zu lassen. Dafür mussten wir bei fast 0 Grad den Oberschrank und zwei Seitenwände abnehmen. Zuvor hat Felix aber noch den herausfahrbaren Lift für die Kaffeemaschine in die Küchenplatte gebaut, sodass immerhin der Punkt abgehakt war. Das war tatsächlich ein Detail, das wir deutlich schwieriger eingeschätzt haben und dieses mal direkt auf Anhieb klappte. Manchmal läuft es auch gut.
Wenn die Heckverbreitung eingebaut ist, können wir dann auch endlich die Wände zuspachteln, streichen und Fliesen anbringen. Danach fehlt noch der Boden und ein paar Kleinigkeiten.

vorfreude.
Diese Woche geht es nach Thailand und ich freue mich unglaublich auf Zeit in der Wärme, auf lesen am Strand, darauf zu schnorcheln, Tempel zu erkunden und ganz viel zu filmen. Byyyyye, wir sehen uns im neuen Jahr.
…
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