Monthly Recaps

Spätsommer Recap: August + September 2025

01.10.25

/

5 min.

von

Lena Steinke

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Im Esszimmer steht seit Wochen eine Leiter und alles ist irgendwie im Umbau. Ich denke das lässt sich auch auf meine aktuell Gefühlswelt übertragen. Im letzen Recap schrieb ich von einer Lebensfuge und in genau diese bin ich nun fast etwas hineingefallen.

Auch, wenn diese Veränderung seit Monaten feststand, kam meine neu gewonnene Zeit sehr plötzlich und ich brauche einen Moment alles zu sortieren. Also pendle ich zwischen Hagebaumarkt und Obi, Vanausbau und spontaner Wohnungsrenovierung, Kopf- und Bauchentscheidungen, Highs und Lows, Zukunftsspinnereien und dem Gewohnten.



Im August hatte ich meinen letzten Arbeitstag. Es war ein halber Montag, und trotzdem fiel die Tür erst nach 16 Uhr hinter mir zu. Der Abschied fiel mir schwerer als gedacht und dafür bin ich unglaublich dankbar. Ich hatte eine wirklich tolle Zeit und ein wunderbares Team. Danke für alles!

Ich bin gegangen, weil ich mich wieder in Reiseabenteuer stürzen wollte, Weltreise 2.0 war mein Vorhaben. Aber vieles kommt anders als gedacht: Der Van ist immer noch nicht fertig und statt Reiseabenteuern warten aktuell andere To-do-Listen auf mich. Gleichzeitig möchte ich nämlich ein Fundament für meine Selbstständigkeit schaffen, um mich meinen eigenen kreativen Projekten zu widmen und zukünftig als selbstständige Brand-Designerin und Fotografin zu arbeiten. Hinter den Kulissen passiert gerade also sehr viel, auch wenn ich ständig denke nicht genug zu erleben oder zu schaffen.

Es wurde viel nachgedacht, eine tolle Hochzeit gefeiert, gute Gespräche geführt, gesucht, gefunden, geweint, gelacht, begrüßt, verabschiedet und nach Sehnsuchtsorten recherchiert. Vor allem aber wurde viel gewerkelt.

gebaut.

Das Projekt “Vanna Montana” (so der Arbeitstitel unseres Vans) nähert sich dem Ende. Inzwischen steht das Bad mit Wasseranschluss und die komplette Küche. Ein kleiner Meilenstein. Wir arbeiteten im August und Anfang September fast täglich bis in die Dunkelheit und das holt uns nun ein.



Wir haben jede freie Minute in diesen Traum gesteckt, Urlaubstage für Vanfortschritt geopfert, Geburtstage und Feiern von Freunden vergessen, die Zeit um uns herum komplett ignoriert und sind immer noch nicht unterwegs. Wir mussten uns eingestehen, dass so ein Projekt auf YouTube oder Instagram immer einfacher ausschaut als es in Realität ist und uns nicht nur physisch, sondern auch mental fordert.

und ein weiteres Video ging auch endlich online:

und umgebaut.

Parallel startete ich ein neues Projekt, weil Neues anfangen oft mehr Spaß macht, als Altes abzuschließen: mein Esszimmer/Studio. Der neue Schrank stand den Sommer über im Wohnzimmer herum und sollte endlich aufgebaut werden. Als ich dann die alten Möbel hin- und herschob, stellte ich fest, dass die Wand auch mal etwas Frische vertragen könnte, rannte kurzerhand zum Baumarkt und ließ Farbe anmischen. Ein Zeichen dafür, dass ich gerne Projekte größer mache, als sie sein müssten…

Der ganze Raum wurde neu gestrichen, der Schrank in einer Nacht- und Nebelaktion aufgebaut. Dabei stellten wir fest, dass er echt hoch ist (263 cm um genau zu sein!) und Winkel brauchte, damit nichts kippt. Also Winkel in den Schrank, Winkel in die Wand und jetzt steht alles stabil. Das komplette Projekt filme ich übrigens mit, um später einen kleinen Vlog daraus zu machen. Fertig ist der Raum aber noch lange nicht.



Es gibt aber schon einen neuen Tisch. Kleinanzeigen sei Dank. Er tauchte einfach unter meinem Suchbegriff “Tisch” auf: ein HAY Loop Tisch mit 120 cm Durchmesser. Perfekte Größe und sehr gut erhalten. Schnell reserviert, noch am selben Tag abgeholt. Kleinanzeigen kann manchmal eine echte Fundgrube sein und jetzt herrscht hier noch mehr Chaos, weil unser alter Tisch hier noch herumsteht. Ebenso wie viel anderer Krempel, den wir aussortiert haben.

Gerade habe ich das Gefühl, erst Ordnung schaffen zu müssen, damit mein Kopf wieder klar wird. Erst dann kann ich wirklich in Ruhe weitermachen. Kennt ihr das?

gelesen.

All Fours von Miranda July

Ok, wie beschreibt man dieses Buch? All Fours ist ein wilder Ritt der Gefühle. Im Kern geht es um eine Frau in ihren Vierzigern, die eigentlich einen Roadtrip von Los Angeles nach New York machen will, aber schon nach 30 Minuten in einem Motel landet. Dort wirbelt sie nicht nur das Zimmer durcheinander, sondern auch ihr eigenes Leben.

Es geht um Veränderungen, nicht nur biologisch, sondern auch in der Identität als Frau und die Suche nach einem selbstbestimmten Leben jenseits von Ehe und Familie. Das Buch ist direkt, teils wirklich witzig, ungewöhnlich, verwirrend, sexy, wirr, traurig, kompliziert und man weiß oft nicht, ob man die Charaktere eigentlich mag. Aber sicher ist, dass dieses Buch irgendwie hängen bleibt.

Creativity for Sale von Radim Malinic

Ein weiteres Buch, das ich im September gelesen habe, ist Creativity for Sale von Radim Malinic. Es ist eine Art Ratgeber für multidisziplinäre Kreative, die sich in die Selbstständigkeit stürzen wollen. Also genau mein Thema gerade. Es ist endlich mal ein Buch für Kreative, das als Art Workbook funktioniert und nicht nur Zitate von Abraham Lincoln wiedergibt (ok, eins war drin, glaube ich).

Das Buch ist praxisnah, realistisch und trotzdem motivierend. Es gibt Denkanstöße, stellt gängige Praktiken vor und ist ein echter Tipp für alle, die noch am Anfang stehen.

gesehen.

Dexter Resurrection Paramount+ with SHOWTIME


Wir waren verwirrt: noch eine neue Dexter Staffel nach New Blood? Egal, Dexter muss geschaut werden und ich habe es geliebt. Oft können späte Staffeln einer Serie nicht mehr mit den frühen mithalten, aber hier war es anders. Dexter Ressurection war irgendwie einfach gut, auch wenn die Idee, einen Serienkiller, der andere Serienkiller tötet in einen Raum voller Serienkiller zu sperren, schon sehr wild ist. Vielleicht war es gerade deshalb so unglaublich unterhaltsam.

Besonders spannend fand ich die vielen Parallelen zu Sherlock. Es scheint bisher keine verbreitete Fan-Theorie zu sein, aber nachdem wir gerade alte Sherlock-Folgen schauen: Believe me, da wurden einige Elemente übernommen!


Better Man ein Robbie Williams Biopic


Wir scrollten eines Abends durch die Mediatheken und ich entdeckte Better Man bei Prime. Was viele nicht wissen: Ich war früher riesiger Robbie Williams Fan. Es war schon fast eine Obsession. Ich war 14 Jahre alt, als ich Robbie Williams zum ersten Mal live sah, mit 80.000 Menschen auf der Trabrennbahn. Man kann also sagen, dass dieser Film ein Must-See für mich war, als ich ihn entdeckte.

Durch meine frühere Obsession kannte ich natürlich schon die Assoziation mit dem Affen, der hier aufgegriffen wurde und als Robbie durch den Film führt. „Me and my Monkey“ war eins meiner Lieblingslieder und ich hab schon früher zu genau auf Texte geachtet.

Ich habe gar nicht viel erwartet, wurde aber wirklich positiv überrascht und direkt zurück in meine Jugend katapultiert. Der Film zeigt eine sehr bewegende Lebensgeschichte, die auf eine schöne und ungewöhnliche Weise erzählt wird. Kann man sich auch als Nicht-Fan sehr gut anschauen.



Lena

Im Esszimmer steht seit Wochen eine Leiter und alles ist irgendwie im Umbau. Ich denke das lässt sich auch auf meine aktuell Gefühlswelt übertragen. Im letzen Recap schrieb ich von einer Lebensfuge und in genau diese bin ich nun fast etwas hineingefallen.

Auch, wenn diese Veränderung seit Monaten feststand, kam meine neu gewonnene Zeit sehr plötzlich und ich brauche einen Moment alles zu sortieren. Also pendle ich zwischen Hagebaumarkt und Obi, Vanausbau und spontaner Wohnungsrenovierung, Kopf- und Bauchentscheidungen, Highs und Lows, Zukunftsspinnereien und dem Gewohnten.



Im August hatte ich meinen letzten Arbeitstag. Es war ein halber Montag, und trotzdem fiel die Tür erst nach 16 Uhr hinter mir zu. Der Abschied fiel mir schwerer als gedacht und dafür bin ich unglaublich dankbar. Ich hatte eine wirklich tolle Zeit und ein wunderbares Team. Danke für alles!

Ich bin gegangen, weil ich mich wieder in Reiseabenteuer stürzen wollte, Weltreise 2.0 war mein Vorhaben. Aber vieles kommt anders als gedacht: Der Van ist immer noch nicht fertig und statt Reiseabenteuern warten aktuell andere To-do-Listen auf mich. Gleichzeitig möchte ich nämlich ein Fundament für meine Selbstständigkeit schaffen, um mich meinen eigenen kreativen Projekten zu widmen und zukünftig als selbstständige Brand-Designerin und Fotografin zu arbeiten. Hinter den Kulissen passiert gerade also sehr viel, auch wenn ich ständig denke nicht genug zu erleben oder zu schaffen.

Es wurde viel nachgedacht, eine tolle Hochzeit gefeiert, gute Gespräche geführt, gesucht, gefunden, geweint, gelacht, begrüßt, verabschiedet und nach Sehnsuchtsorten recherchiert. Vor allem aber wurde viel gewerkelt.

gebaut.

Das Projekt “Vanna Montana” (so der Arbeitstitel unseres Vans) nähert sich dem Ende. Inzwischen steht das Bad mit Wasseranschluss und die komplette Küche. Ein kleiner Meilenstein. Wir arbeiteten im August und Anfang September fast täglich bis in die Dunkelheit und das holt uns nun ein.



Wir haben jede freie Minute in diesen Traum gesteckt, Urlaubstage für Vanfortschritt geopfert, Geburtstage und Feiern von Freunden vergessen, die Zeit um uns herum komplett ignoriert und sind immer noch nicht unterwegs. Wir mussten uns eingestehen, dass so ein Projekt auf YouTube oder Instagram immer einfacher ausschaut als es in Realität ist und uns nicht nur physisch, sondern auch mental fordert.

und ein weiteres Video ging auch endlich online:

und umgebaut.

Parallel startete ich ein neues Projekt, weil Neues anfangen oft mehr Spaß macht, als Altes abzuschließen: mein Esszimmer/Studio. Der neue Schrank stand den Sommer über im Wohnzimmer herum und sollte endlich aufgebaut werden. Als ich dann die alten Möbel hin- und herschob, stellte ich fest, dass die Wand auch mal etwas Frische vertragen könnte, rannte kurzerhand zum Baumarkt und ließ Farbe anmischen. Ein Zeichen dafür, dass ich gerne Projekte größer mache, als sie sein müssten…

Der ganze Raum wurde neu gestrichen, der Schrank in einer Nacht- und Nebelaktion aufgebaut. Dabei stellten wir fest, dass er echt hoch ist (263 cm um genau zu sein!) und Winkel brauchte, damit nichts kippt. Also Winkel in den Schrank, Winkel in die Wand und jetzt steht alles stabil. Das komplette Projekt filme ich übrigens mit, um später einen kleinen Vlog daraus zu machen. Fertig ist der Raum aber noch lange nicht.



Es gibt aber schon einen neuen Tisch. Kleinanzeigen sei Dank. Er tauchte einfach unter meinem Suchbegriff “Tisch” auf: ein HAY Loop Tisch mit 120 cm Durchmesser. Perfekte Größe und sehr gut erhalten. Schnell reserviert, noch am selben Tag abgeholt. Kleinanzeigen kann manchmal eine echte Fundgrube sein und jetzt herrscht hier noch mehr Chaos, weil unser alter Tisch hier noch herumsteht. Ebenso wie viel anderer Krempel, den wir aussortiert haben.

Gerade habe ich das Gefühl, erst Ordnung schaffen zu müssen, damit mein Kopf wieder klar wird. Erst dann kann ich wirklich in Ruhe weitermachen. Kennt ihr das?

gelesen.

All Fours von Miranda July

Ok, wie beschreibt man dieses Buch? All Fours ist ein wilder Ritt der Gefühle. Im Kern geht es um eine Frau in ihren Vierzigern, die eigentlich einen Roadtrip von Los Angeles nach New York machen will, aber schon nach 30 Minuten in einem Motel landet. Dort wirbelt sie nicht nur das Zimmer durcheinander, sondern auch ihr eigenes Leben.

Es geht um Veränderungen, nicht nur biologisch, sondern auch in der Identität als Frau und die Suche nach einem selbstbestimmten Leben jenseits von Ehe und Familie. Das Buch ist direkt, teils wirklich witzig, ungewöhnlich, verwirrend, sexy, wirr, traurig, kompliziert und man weiß oft nicht, ob man die Charaktere eigentlich mag. Aber sicher ist, dass dieses Buch irgendwie hängen bleibt.

Creativity for Sale von Radim Malinic

Ein weiteres Buch, das ich im September gelesen habe, ist Creativity for Sale von Radim Malinic. Es ist eine Art Ratgeber für multidisziplinäre Kreative, die sich in die Selbstständigkeit stürzen wollen. Also genau mein Thema gerade. Es ist endlich mal ein Buch für Kreative, das als Art Workbook funktioniert und nicht nur Zitate von Abraham Lincoln wiedergibt (ok, eins war drin, glaube ich).

Das Buch ist praxisnah, realistisch und trotzdem motivierend. Es gibt Denkanstöße, stellt gängige Praktiken vor und ist ein echter Tipp für alle, die noch am Anfang stehen.

gesehen.

Dexter Resurrection Paramount+ with SHOWTIME


Wir waren verwirrt: noch eine neue Dexter Staffel nach New Blood? Egal, Dexter muss geschaut werden und ich habe es geliebt. Oft können späte Staffeln einer Serie nicht mehr mit den frühen mithalten, aber hier war es anders. Dexter Ressurection war irgendwie einfach gut, auch wenn die Idee, einen Serienkiller, der andere Serienkiller tötet in einen Raum voller Serienkiller zu sperren, schon sehr wild ist. Vielleicht war es gerade deshalb so unglaublich unterhaltsam.

Besonders spannend fand ich die vielen Parallelen zu Sherlock. Es scheint bisher keine verbreitete Fan-Theorie zu sein, aber nachdem wir gerade alte Sherlock-Folgen schauen: Believe me, da wurden einige Elemente übernommen!


Better Man ein Robbie Williams Biopic


Wir scrollten eines Abends durch die Mediatheken und ich entdeckte Better Man bei Prime. Was viele nicht wissen: Ich war früher riesiger Robbie Williams Fan. Es war schon fast eine Obsession. Ich war 14 Jahre alt, als ich Robbie Williams zum ersten Mal live sah, mit 80.000 Menschen auf der Trabrennbahn. Man kann also sagen, dass dieser Film ein Must-See für mich war, als ich ihn entdeckte.

Durch meine frühere Obsession kannte ich natürlich schon die Assoziation mit dem Affen, der hier aufgegriffen wurde und als Robbie durch den Film führt. „Me and my Monkey“ war eins meiner Lieblingslieder und ich hab schon früher zu genau auf Texte geachtet.

Ich habe gar nicht viel erwartet, wurde aber wirklich positiv überrascht und direkt zurück in meine Jugend katapultiert. Der Film zeigt eine sehr bewegende Lebensgeschichte, die auf eine schöne und ungewöhnliche Weise erzählt wird. Kann man sich auch als Nicht-Fan sehr gut anschauen.



Lena

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