Oh hai
02.07.2019

Irland Tag 03: Bray & Glendalough

Glendalough Spinc Walk & Klosterruinen

Ein kleiner Ausflug in die Natur nach Glendalough und in die Wicklow Mountains stand ganz weit oben auf unserer To-Do Liste in Irland. Am Samstag fuhren wir mit dem St. Kevins Bus von Bray aus nach Glendalough, wanderten zum Spinc Viewpoint und sahen uns die alten Klosterruinen an.


Wir planten für diese Tagestour den ganzen Samstag ein, suchten uns im Vorfeld Verbindungen heraus und standen recht schnell vor dem Problem, dass es nur zwei Verbindungen pro Tag gibt. Die erste geht gegen Mittag von Dublin nach Glendalough und die zweite abends. Genau so sieht es auch mit dem Rücktransport aus.

Wir überlegten kurz, doch mit einer anderen Tour zu fahren oder ein Auto zu mieten, was aber für einen Tag keinen Sinn machte und auch nicht entspannter gewesen wäre. Also fuhren wir am Samstag morgen zunächst mit der Bahn nach Bray, einem kleinen Küstenort gut zwanzig Kilometer südlich von Dublin.

Dort schlenderten wir etwas am Strand entlang und gingen dann langsam zur Bushaltestelle, wo auch der Bus nach Glendalough von Dublin aus kommend um 12.10 Uhr anhielt.

Wir warteten recht lange und nach etwa einer halben Stunde verspätet kam dieser Bus total überfüllt an. Da wir keine andere Wahl als umzukehren und wieder nach Dublin zu fahren hatten, stiegen wir ein und standen die restliche Fahrt, also etwa 40 Minuten. Durch die Verspätung waren wir erst gegen 13.30 Uhr in Glendalough und hatten nicht viel Zeit, da der Bus zurück schon um 16.30 Uhr wieder losfuhr.



Als wir in Glendalough ankamen, schauten wir uns kurz um und gingen dann relativ zügig vorbei an den gut erhaltenen Ruinen aus dem 6. Jahrhundert zum Lower Lake und weiter in Richtung Upper Lake. Kurz davor bogen wir ein und kamen am Poulanass Wasserfall entlang. Wir wollten bis ganz nach oben zum Spinc Viewpoint. Der Weg wurde immer steiler und schon bald gab es nur noch schmale Stufen, die man mühsam emporsteigen musste. Oben angekommen wurde man jedoch schon für die Anstrengung belohnt und hatte einen unglaublichen Ausblick auf den Upper Lake.

Die Wanderroute führte uns weiter auf schmalen Holzweg um den See herum und bot eine einmalige Sicht auf die Landschaft der Wicklow Mountains. Wir schossen viele Fotos und genossen das gute Januarwetter. Doch der Blick auf die Uhr ließ und irgendwann unruhig werden. Da es nur eine Verbindung zurück nach Dublin gab, mussten wir diese nutzen und der Bus fuhr nur 3 Stunden nach Ankunft schon wieder um 16.30 Uhr. Die Zeit dränge uns also dazu, den gleichen Weg wieder zurückzugehen und auf den kompletten Rundweg zu verzichten.



Als wir recht schnell wieder am unteren Fuße der Berge standen und noch etwas Zeit hatten, erkundete ich noch schnell die alten Klosterruinen und schoss ein paar Fotos.

Für diesen Ort hatten wir leider kaum noch Zeit, auch wenn er sehr interessant war und man viel entdecken konnte. Die Ruinen stammen noch aus dem 6. Jahrhundert, als der heilige Kevin alleine in diesem Tal gelebt haben soll.

Schnell wurde dieser Ort zum Zentrum des Christentums und schon im 12. Jahrhundert sollen hier mehr als 3000 Menschen im Tal gelebt haben.

Das auffälligste Gebäude ist der 33 Meter hohe Rundturm. Aber auch die vielen urigen Grabsteine machen diese Anlage zu einem magischen Ort.

Alles konnte ich leider nicht mehr sehen, da der Bus pünktlich um 16.30 Uhr wieder losfuhr. Auf dem Rückweg hatten wir glücklicherweise auch Sitzplätze.