Oh hai
26.05.2019

Irland Tag 01: Dublin

Zu Fuß durch die Stadt an der Liffey

Schon im Januar verbrachte ich mit meiner Mutter ein langes Wochenende in Dublin. Am ersten ganzen Tag in der Stadt erliefen wir uns Dublin zu Fuß und entdeckten überall kleine Details und größere Sehenswürdigkeiten.


Zu Weihnachten schenkte ich meiner Mutter einen Hotelgutschein für eine Kurzreise. Wir schauten uns die angebotenen Städte und Hotels an, fanden aber irgendwie nichts was uns wirklich zusagte. So stornierte ich den Gutschein und wir buchten doch auf eigene Faust Flüge und ein Hotel in Dublin. Das war Mitte Januar, genauer gesagt vom 16.01. bis zum 20.01.2019. Der Flug ging abends und so konnten wir am ersten Tag nicht mehr wirklich viel unternehmen. Wir kamen vom Flughafen, fuhren mit dem Bus zum Hotel, checkten ein und gingen dann später noch kurz raus, um uns etwas zu essen zu besorgen.

Am Donnerstag, dem zweiten Tag in Dublin erkundeten wir die Stadt. Den ersten Tag in einer fremden Stadt nutze ich immer am liebsten, um möglichst zu Fuß alles zu erlaufen, zu entdecken und um von Orten überrascht zu werden.

So auch in Dublin. Wir frühstückten in dem kleinen, aber sehr guten Café "koffee and kale" und marschierten dann einfach los. Unser Hotel lag in der Great Denmark Street und recht zentral auf der Nordseite von Dublin. Also gingen wir in Richtung Süden, kamen am O'Connell Monument vorbei und überquerten die O’Connell Bridge. Diese Brücke ist eine der wenigen auch befahrbaren Brücken und ist tatsächlich breiter als lang. Ganz im Gegensatz zu der nächsten Brücke, die wir uns ansahen, der Ha'penny Bridge. Diese kann man nur zu Fuß überqueren. Ihren ungewöhnlichen Namen erhielt sie aufgrund der früher zu entrichtenden Fußgängermaut. Ihr offizieller Name Liffey Bridge wird inzwischen kaum noch verwendet. Die Ha'penny Bridge ist besonders beliebt und gehört zu den Top-Sehenswürdigkeiten.


Wir gingen durch das Viertel Temple Bar, welches aber erst zu Abendstunden so richtig erwacht. Hier waren die meisten Restaurants und Bars noch nicht geöffnet und so legten wir eine kleine Shoppingtour in der Grafton Street ein. Ziwschendurch kamen wir noch an der Molly Malone Statue, welche sich direkt vor der St. Andrew’s Church befindet vorbei. Molly Malone verkörpert ein bekanntes irisches Volkslied, welches als inoffizielle Hymne Dublins bezeichnet wird. In der Ballade wird die Geschichte einer schönen Dubliner Fischhändlerin erzählt, die in jungen Jahren einem Fieber erliegt und stirbt.

Einen Abstecher wert ist auf jeden Fall auch das Stephen's Green Shopping Centre, das sich am Ende der Grafton Street befindet. Das Einkaufszentrum fasziniert durch die ungewöhnliche Metall- und Glaskonstruktion im Stil des viktorianischer Bahnhofshallen und sorgt für ungewöhnliche Einkaufserlebnisse. Die Shops in diesem Zentrum sind nichts besonderes, eine Fahrt mit den Rolltreppen bis ganz nach oben dafür schon.

Direkt neben dem Zentrum liegt der Park St. Stephen's Green, nach dem die Shoppingmeile benannt ist.



Wir gingen dann noch durch den St. Stephen's Green Park, der jedoch im Januar noch recht karg und etwas trostlos aussah.

Etwas später standen wir dann in der Anne's Lane unter vielen bunten Regenschirmen, die zwischen Häusern in einer Gasse befestigt wurden. Das ist wahrscheinlich der Instagram Spot Dublins. Nach uns kamen auch schon weitere Touristen, die dort ein paar Selfies schossen.

Etwas enttäuscht waren wir vom Dublin Castle Das erste was wir von dem Schloss sahen waren die kunterbunten Fassaden. Das sorgte bei uns für etwas Verwirrung, da diese absolut nicht nach einem Schloss aussahen. Wir besichtigten das Schloss auch gar nicht von Innen, aber das Äußere sah recht normal nicht besonders königlich aus. Früher war das Schloss eher eine mittelalterliche Ritterburg. Von dieser ist heute nicht mehr viel übrig, da ein Brand im Jahre 1684 einen großen Teil des Anwesens zerstörte.

Nachdem wir eine ganze Weile durch Dublin geschlendert sind und es auch noch anfing zu regnen, gönnten wir uns ein Stück Torte und einen Kaffee bei Queen of Tarts. Wir entschieden uns für ein Stück des Victorian Sponge Cakes und eins vom Carrot Cake. Die Torten sind mit €4.50 pro Stück natürlich nicht besonders günstig, aber dafür unglaublich lecker. Ich habe sogar vergessen ein Foto zu schießen, so lecker waren diese Torten.

Als es dann langsam dunkel wurde statteten wir der Christ Church Cathedral noch einen kurzen Besuch ab. Sie ist seit dem Mittelalter der Sitz der Dubliner Erzbischöfe und ein Bau der Frühgotik. Wirklich beeindruckend, dieses Gebäude. Toll ist auch der Torbogen, der sich über die Straße spannt.

Abends liefen wir dann noch etwas durch das beliebte Barviertel Temple Bar, welches langsam erwachte und zahlreiche Leute anlockte. Da wir aber sehr müde waren, gingen wir dann zum Hotel zurück und fielen müde ins Bett.