Oh hai
24.03.2019

Kalifornien: Alabama Hills & Death Valley

Movie road, Darwin Falls & Mesquite Flat Sand Dunes

An unserem fünften Tag in Kalifornien erkundeten wir Alabama Hills und Death Valley. Die Mesquite Flat Sand Dunes haben es mir besonders angetan. Hier beobachteten wir den Sonnenuntergang und rollten riesige Dünen herunter.


Jeder hat schon mal vom Death Valley Nationalpark gehört und genau dieser war an diesem Tag auf unserer Liste. Davor machten wir noch einen kleinen Abstecher zur Movie Road bei den Alabama Hills in Lone Pine. Diese Gegend ist bei Filmfans recht bekannt, da hier viele beliebte Filme gedreht wurden. Die Felsformationen bieten die perfekte Kulisse und die Berge im Hintergrund runden das Gesamtbild sehr schön ab.

Zu einer anderen Zeit wenn die Berge Schnee in den Spitzen tragen, muss es hier noch etwas atemberaubender sein. Wir fanden es trotzdem sehr schön und würden diesen kleinen Umweg auf jeden Fall empfehlen.

Danach ging es dann direkt in den Death Valley Nationalpark. Natürlich mit ausreichend Wasser und Proviant. Als wir im November dort waren war es super angenehm und zum Glück gar nicht so heiß wie immer angenommen wird. Die Durchschnittstemperatur im berüchtigten Tal des Todes liegt im November bei gerade einmal 22 °C und damit deutlich unter der Erwartung mit der man in den Nationalpark fährt.

Wir hielten am Father Crowley Overlook an. Von dort aus hat man einen tollen Blick auf den Rainbow Canyon. Es gab zwei verschiedene Aussichtspunkte. Die meisten entschieden sich für den oberen Viewpoint. Wir für den unteren und waren dort eine Weile alleine. Hier standen wir am Abgrund des Canyons, während Kampfjets über uns hinweg düsten.



Ein Wasserfall im Death Valley Nationalpark? Wir waren wirklich überrascht, als wir uns die Darwin Falls heraussuchten und auf unserer Route markierten. Einen Wasserfall hätte man jedenfalls nicht wirklich im Death Valley erwartet.

Wir waren neugierig und planten diesen Stopp mit auf unserer Route ein. Wir verließen also die Straße 190, die durch den Nationalpark führt und fuhren etwa 4km über eine holprige Schotterpiste bis zum Parkplatz beim Wanderweg.

Vom Parkplatz aus sind es etwa 1,5km bis zu der kleinen Oase mit Wasserfall. Der Weg ist nicht ausgeschildert. Man kann aber einfach dem trockenem Flussbett und später den Wasserleitungen folgen, da der Wasserfall den nahegelegenen Ort Penamint Springs mit Wasser versorgt. Der Weg an sich ist nicht schwer, später muss man sich den Weg jedoch etwas durch Geäst bahnen und über riesige Steine klettern. Daher sind Sneaker oder Wanderschuhe hier mehr als angebracht.

Schwimmen ist hier übrigens nicht gestattet, da das Wasser als Trinkwasser weitergeleitet wird.



Pünktlich zum Sonnenuntergang kamen wir bei den Mesquite Flat Sand Dunes an einen Ort, in den ich mich während der Reise etwas verliebte. Besonders zum Sonnenuntergang ist es hier unglaublich schön.

Es waren noch recht viele Menschen dort, da die Dünen aber unglaublich riesig und weit auseinander liegen, verlaufen sich die Wege jedoch recht schnell und man findet immer eine Düne ganz für sich alleine. Viele gingen auch nur ein kleines Stückchen, machten ein Foto und kehrten zum Auto zurück.

Wir gingen ein ganzes Stück und überquerten ein paar Dünen bis wir uns auf einer niederließen und den Sonnenuntergang beobachteten.

Durch den Sand zu laufen und die massiven Dünen herunterzurollen hat unglaublich viel Spaß gemacht. Wir hatten Sand in den Schuhen, Sand in den Haaren und waren am Ende des Tages ziemlich müde.

Problem war jedoch, dass wir noch keine Unterkunft gebucht haben und unterwegs nirgendwo Netz hatten, um ein Motel zu buchen. Wir irrten also in der Dunkelheit umher und endeten schließlich im Staat Nevada in einem Casinohotel in Pahrump. Definitiv nicht die beste Unterkunft der Reise, aber für eine Nacht war es völlig ok. Plus: wir hatten die Chance einen Blick in ein Kleinstadt Casino zu werfen. Wir haben natürlich nicht selbst gespielt, trafen aber auf ziemlich oberflächliche Klischees.