Oh hai
02.03.2019

Kalifornien: Yosemite - Mammoth Lakes

Bridalveil Fall, Yosemite Valley, Olmsted Point, Mono Lake

Im Yosemite Nationalpark wartete das herbstliche Valley mit dem Bridalveil Fall und der Swinging Bridge auf uns. Die Route führte uns über den Tioga Pass bis zum Mono Lake. Wir übernachteten in einer Unterkunft in Mammoth Lakes.


Am 02.11.18, einem Freitag, wachten wir morgens recht früh auf. Man kennt es aus Motels: die Lüftungsanlage rödelt, der Kühlschrank ist zu laut und viel zu früh wälzt man sich von einer Seite zur anderen, weil man einfach kein Auge mehr zubekommt. So ging es uns und so standen wir auf, gingen kurz in den Frühstücksraum und fuhren los. Zunächst fuhren wir von dem Motel bei Fish Camp entgegengesetzt der eigentlichen Route, da wir tanken mussten und nicht die überteuerte Tankstelle direkt im Park ansteuern wollten.

Dann ging es ins Yosemite Valley. Schon die Fahrt dort hin war sehr schön, da der Nationalpark selbst in allen erdenklichen herbstlichen Farben leuchtete. Wir hielten zwischendurch an ein paar Orten an und erreichten nach einiger Zeit den Parkplatz beim Bridalveil Fall.

Der Weg zum Aussichtspunkt des Bridalveil Falls war sehr kurz und schnell erreicht. Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite und es wurde zwischenzeitlich richtig warm. Im T-Shirt saßen wir vor dem Wasserfall und genossen die Aussicht. Viel war aber nicht zu sehen, da der Wasserfall recht ausgetrocknet war. Wir haben uns am Vortag im Visitor Center erkundigt und es wurde uns gesagt, dass der Bridalveil Fall scheinbar der einzige Wasserfall war, der zu dem Zeitpunkt genug Wasser hatte.

Als wir wieder ins Auto stiegen, führte uns Google Maps zu unserem nächsten Halt im Park: der Swinging Bridge. Der Name verwirrte uns etwas, da es sich gar nicht um eine Schwingbrücke handelte. Es war einfach nur eine normale Holzbrücke. Schön war es dort aber trotzdem.



Der Merced River war ziemlich ausgetrocknet. Wir gingen zum Flussbett und testeten die Wassertemperatur. Obwohl es wirklich warm im Valley war, blieb das Wasser des Flusses eiskalt. Wir hatten Spaß und hielten uns eine Weile am Wasser auf. Danach gingen wir über den Wanderweg weiter in das Valley. Von dort aus hat man einen wunderbaren Blick auf El Capitain und merkt wie riesig alles ist.

Kurze Boen ließen die vielen gelben Blätter durch die Luft wirbeln. Wir stellten uns mitten in den Laubflug, schlossen die Augen und sogen die Wärme auf.

Gegen Mittag fuhren wir weiter, raus aus dem Valley und hinauf die Route 120, die Tioga Road. Diese Straße wurde uns auf Google Maps gar nicht mehr angezeigt, da sie im November oftmals schon aufgrund von Schneefall geschlossen ist. Wir hatten aber Glück und mussten so nicht den deutlich längeren Umweg über die Route 88 nehmen.



Wir fuhren durch Wälder und abgebrannte Waldstücke, hielten hier und dort an und kamen bald am Olmsted Point an. Von diesem Punkt aus hat man einen unglaublichen Blick über den Park. Die meisten Menschen hielten hier nur kurz an am Parkplatz an, um ein Foto zu schießen. Die etwa 10-minütige Wanderung zum eigentlichen Aussichtspunkt lohnt sich aber wirklich sehr. Wir waren die einzigen Menschen dort und konnten die Aussicht ganz alleine genießen.

Nach weiteren 5 Minuten Fahrt vom Olmsted Point erreichten wir den Tenaya Lake und hielten dort ebenfalls kurz an. Im Sommer wird in diesem See scheinbar gerne gebadet. Im November hingegen war es menschenleer und außer uns war niemand dort.

Danach hielten wir am Lambert Dome an und gingen ein kleines Stück zum riesigen Kalkberg. Es gibt einen Wanderweg, der etwa 6km auf den Berg hinauf führt. Für diese Wanderung hatten wir aber keine Zeit mehr, da die Sonne schon langsam unterging und wir noch ein Stückchen Fahrt vor uns hatten.



Der Sonnenuntergang war unglaublich schön und so entschieden wir uns noch schnell einen Abstecher zum Mono Lake zu machen. Eigentlich wollten wir diesen erst am nächsten Tag besuchen, doch das Licht der blauen Stunde war einfach zu schön.

Mono Lake ist ein alkalischer Salzsee mit sehr interessanten Kalktufftürmen. Diese Gebilde entstanden durch Süßwasserquellen, die sich in das alkalische Wasser des Sees ergossen. Der Mono Lake ist 2,5 mal so salzig ist wie das Meer.

Wir hielten uns nur sehr kurz hier auf, da es schon bald ziemlich düster war.

Dann suchten wir unsere, von unterwegs aus gebuchte, Unterkunft im Skigebiet Mammoth Lakes, checkten ein und nahmen alles aus dem Auto. Uns wurde gesagt, dass in dem Ort nachts viele hungrige Bären herum laufen würden und diese gerne mal an die Autos gehen, wenn sie dort Shampoo, Cremes oder Essen vermuten. Bären haben wir in dem Ort aber nicht gesehen.

Abends gingen wir in die örtliche Brauerei, aßen Burger und tranken ein Bier. Man merkte, dass dieser Ort im Winter von den Skitouristen lebt. Das Essen war ok, aber wirklich viel zu bieten hatte der Ort nicht.