Oh hai
10.02.2019

Kalifornien: San Francisco - Yosemite

Christmas Tree Point & Glacier Point View

Im November starteten Felix und ich unsere dritte Reise im Jahr 2018. Es ging nach San Francisco! Von dort aus starteten wir unseren 13-tägigen Roadtrip durch Kalifornien. Dabei fuhren wir durch den Yosmite National Park, Death Valley, Joshua Tree über Los Angeles und über den Highway 1 an der Küste über Big Sur wieder zurück nach San Francisco.


Am 31.10.2018 flogen wir um 12.40 Uhr in Hamburg los; zunächst nach Helsinki, wo wir gerade einmal Zeit hatten auszusteigen und zum nächsten Gate zu laufen. Nach dem 2 Stunden Flug nach Helsinki folgte der 10 Stunden Flug nach San Fransisco. Dort landeten wir gegen 18 Uhr Ortszeit, warteten auf unser Gepäck und holten kurze Zeit später unseren Mietwagen, einen Chevrolet Cruze, ab.

Unsere Airbnb Unterkunft lag in dem Viertel Castro, sehr schön gelegen mit einem Blick über die Skyline San Franciscos.

Wir wurden sehr nett von unseren Hosts empfangen, die gerade zu Halloween durch ein paar Bars ziehen wollten und uns einen Wein kühl gestellt haben. Wir waren sehr müde, kamen erst einmal richtig an und setzten uns später auf den Balkon. Dort tranken wir Wein und sahen uns die Skyline am Abend an. Das Besondere: zu Halloween wurde auf dem Dach des Salesforce Towers das Auge Saurons aus Herr der Ringe gezeigt und flackerte den ganzen Abend über der Stadt.

Die Müdigkeit zwang uns relativ schnell ins Bett. Wir planten am nächsten Tag direkt in Richtung Yosemite National Park zu starten und wollten nicht zu spät los.



Lange schlafen konnten wir nicht, da wir am nächsten Tag schon früh von Baustellenlärm geweckt wurden. Wir machten uns fertig, frühstückten und brachen schon bald auf.

Wir wussten, dass bestimmte Straßen im Yosemite National Park ab November gesperrt werden und man teilweise Schneeketten dabei haben sollte. Das Wetter sah aber sehr vielverprechend aus und mit vorhergesagten 20° Grad machten wir uns keine großen Gedanken, dass dort Schnee fallen könnte.

Trotzdem waren wir uns nicht sicher, ob man dennoch Schneeketten dabei haben musste und wollten daher so früh wie möglich in den Park.

Einen kleinen Abstecher machten wir jedoch noch und fuhren in San Francisco zum Christmas Tree Point in Twin Peaks.

Von diesem Punkt aus hat man einen tollen Blick über San Francisco. Wir waren gegen Mittag dort. Noch schöner ist es sicher zum Sonnenauf- oder Untergang.



Nach ein paar Fotos fuhren wir weiter über Modesto, Cathy´s Valley und Mariposa in den Yosemite Park. Die Fahrt von San Francisco bis in den Park dauerte etwa 4 Stunden. Als wir den Park erreichten, stand die Sonne schon sehr tief und wir wollten eigentlich zum Sonnenuntergang am Taft Point sein. Langsam wurde uns klar, dass das wohl nicht mehr klappen würde und setzten uns stattdessen den Glacier Point als neues Ziel. Auch dieses Vorhaben sollte sehr knapp zu schaffen sein.

Als wir am Tunnel View Parkplatz vorbei kamen, sprangen wir kurz aus, ich schlich mich zwischen all die Fotografen mit ihren Stativen und knipste ein paar schnelle Fotos. Dann liefen wir wieder zum Auto und fuhren schnell weiter. Doch die Fahrt zum Glacier Point dauerte länger als erwartet und so sahen wir die Sonne vom Auto aus hinter den tollen Bergen verschwinden. Nun hoffte ich, nch zur blauen Stunde am Glacier Point anzukommen. Vergeblich...



Es war schon ziemlich dunkel, als wir auf den Parkplatz fuhren, ich mir mein Stativ und die Kamera schnappte und wir zum Viewpoint rannten. Das Gute war jedoch, dass wir komplett alleine am ersten Aussichtspunkt waren. Das wäre tagsüber wohl kaum möglich gewesen. Mit Stativ, langer Verschlusszeit und Fernauslöser konnte ich auch trotz fast kompletter Dunkelheit ein paar schöne Bilder einfangen.

Wir gingen noch weiter zu einem anderen Viewpoint, vermutlich dem eigentlichen Glacier Point Aussichtspunkt (man konnte in der Dunkelheit kaum noch etwas sehen). Dort waren wir dann nicht mehr ganz alleine.

Nach und nach erschienen Sterne am Himmel und nach kurzer Zeit war alles voll. Man konnte sogar mit bloßem Auge die Milchstraße erkennen. Manchmal ist es gar nicht so schlimm, wenn ein Vorhaben nicht ganz klappt. Wären wir rechtzeitig zum Sonnenuntergang dort gewesen, hätte ich wohl kaum Sternenbilder aufnehmen können.

Ganz verliebt in das was wir mit bloßem Auge sehen konnten, stiegen wir wieder ins Auto und fuhren zu dem Motel, das wir schon im Vorfeld gebucht haben. Dieses lag bei Fish Camp, etwas außerhalb des Parks. Wir brauchten 1 Stunde und 15 Minuten dort hin, checkten ein und schliefen glücklich ein.