Oh hai
30.12.2018

Island Tag 09 – Hvítserkur

Drangeyjarferðir – Hvítserkur – Stykkishólmur

Als wir am Morgen den Basaltfelsen Hvítserkur besichtigten war die Welt noch in Ordnung. Danach ging sie regelrecht unter. Wir fuhren direkt in den Regen hinein und suchten verzweifelt eine Unterkunft für die Nacht. 

Am Morgen fuhren wir bis zum Basaltfelsen Hvítserkur, der sich 120 km entfernt von dem Campingplatz Drangeyjarferðir befand. Auf unserer Fahrt dort hin regnete es immer mal wieder und es wurde zunehmend stürmischer. Als wir dort ankamen, war es aber glücklicherweise gerade trocken und auch der Wind klang ab. Wir gingen zu dem Felsen und spazierten etwas am Stand entlang.

Der Felsen sieht sehr interessant aus und ist bei Ebbe gut zugänglich. Wir kamen direkt an ihn heran und unterschätzten vorher die Größe etwas. Mit 15m Höhe und den zwei Aushöhlungen war er deutlich größer als erwartet.

Unsere Reisesoute führte und dann weiter in den Westen bis nach Stykkishólmur. Eigentlich wollten wir uns dort in der Nähe einen Campingplatz suchen, stellten aber schon während der Fahrt fest, dass wir uns lieber eine richtige Unterkunft heraussuchen sollten.

Es regnete wie verrückt, es war sehr stürmisch und wir konnten während der Fahrt kaum noch etwas erkennen. Das Auto rüttelte und der Wind zog unter dem Dachzelt hindurch. Wir hatten ernsthaft Angst, dass etwas kaputt gehen würde.

Dazu kam noch, dass wir auf der Fahrt zur Halbinsel Snæfellsnes absolut keinen Empfang hatten und erst sehr spät nach Hotels oder Guesthouses gucken konnten. Wir suchten erst ein paar Hotels heraus, die aufgrund der Wetterlage jedoch alle ausgebucht waren. Dann stießen wir auf das Guesthouse Langey, das von dem sehr netten Heimir betrieben wird. Er erzählte uns viele interessanten Geschichten rund um Island und die Zeit der Vulkanausbrüche. Die Nacht in dieser privaten Unterkunft war sicher eine gute entscheidung und deutlich spannender als in einem Hotel. Und es tat so gut, im Warmen zu sitzen, während draußen die Welt unterging.