Oh hai
29.12.2018

Island Tag 08 – Nordwestisland

Whale Watching – Fosslaug – Drangeyjarferðir

Mit der Sichtung von mehreren Buckelwalen bei Dalvík wurde ein kleiner Traum für mich wahr! Nach der Whale Watching Tour fuhren wir weiter in den Westen, badeten in einer heißen Quelle und übernachteten ganz abgelegen bei Drangeyjarferðir.


Wir starteten den Morgen mit einer Whale Watching Tour von Dalvík. Die Tour mit Arctic Adventures begann um 9 Uhr. Wir standen also rechtzeitig auf und gingen zum Treffpunkt. Dort wurden wir mit warmen Anzügen ausgestattet und gingen gesammelt zum Boot.

Wir fuhren auf das Meer hinaus und entdeckten schon nach kurzer Zeit die ersten Fontänen von Walen in der Ferne. Bald schon waren andere Wale deutlich dichter am Boot und schwammen neben uns her.

Ein kleiner Traum von mir wurde wahr und wir sahen mehrere Buckelwale im Fjord von Eyjafjörður. Es war ein unglaubliches Gefühl zum ersten mal diese riesigen Tiere neben dem Boot schwimmen zu sehen. Wir hörten viele Ahs und Ohs und konnten uns sehr glücklich schätzen. Am vorabend wurde uns von einer Tour erzählt, die gar kein Glück mit Sichtungen hatte und wieder umkehren musste.

Die Beobachtungstour ging etwa 3 Stunden und beinhaltete noch etwa 20 Minuten Hochseeangeln. Das war dann so gar nicht nach unserem Geschmack. Zum einen weil wir keinen Fisch essen und zum anderen grenzte es schon etwas an Quälerei. Die geangelten Fische wurden direkt auf dem Schiff weiterverarbeitet. Es wurde mit ihnen für Fotos posiert, während sie immer noch ums Überleben kämpften. Die amerikanische Reisegruppe, die sich mit auf dem Schiff befand, feierte das Angeln jedoch ziemlich. Wir sahen uns lieber die Vögel im Wasser an und hielten uns etwas fern.

Nach dem Hochseeangeln fuhren wir wieder in den Hafen bei Dalvík ein. Es gab danach noch ein Barbecue und man konnte den frisch geangelten Fisch probieren. Wir machten uns stattdessen auf den Weg zu dem Hot Pool Fosslaug.



Wir fuhren von Dalvík die Straße 82 bis wir wieder die Ringstraße 1 erreichten. Dann ging es nach Westen. Wir fuhren durch wunderschöne Täler, die mich sehr an die Landschaften in dem Film Walter Mitty erinnerten. Zwischendurch hielten wir kurz an, feindeten uns mit Schafen an und machten eine kleine Teepause. Später fuhren wir lange direkt neben ein paar kleinen Gletscherflüssen her und ich suchte verzweifelt den besten Spot, um meine Drohne fliegen zu lassen. Leider war es sehr windig und es war definitiv nicht die beste Voraussetzung für einen Drohnenflug. Ich versuchte es trotzdem und konnte ein paar interessante Aufnahmen der Gletscherflüsse von oben fotografieren. Gerne wäre ich noch deutlich höher geflogen, leider machte hier aber das Signal schlapp und ich musste sie wieder zurückfliegen lassen.

Nach einer kleinen Phase der Enttäschung über die nicht ganz so coolen Fotos fuhren wir dann zum Hot Pot Fosslaug, der sich direkt neben dem Wasserfall Reykjafoss befindet. Um zum Pool zu gelangen, muss man durch ein Gatter gehen und kommt nach etwa einer kurzen 10 Minuten Wanderung am Pool an. Dieser Hot Pool ist kostenlos und sehr naturbelassen. Mit uns waren noch ein paar Menschen dort. Der Platz reichte aber für etwa 8 Leute noch sehr gut aus.

Wir verbrachten einige Zeit in dem Pool. Er ist mit Steinen kreisfrömig umsäumt und etwas matschig. Das Wasser ist recht heiß. Man kann sich aber super im daneben gelegenen Fluss abkühlen, wenn man möchte. Sehr schön ist auch der Wasserfall Reykjafoss, der sich nebem dem Pool befindet. Definitiv ein netter Ausflug und sehr empfehlenswert!



Abends fuhren wir den Campingplatz Drangeyjarferðir am Fjord Skagafjörður an. Dieser Campingplatz ist sehr abgelegen und nur über eine etwa 16km lange Schotterstraße zu erreichen. Wenn man den Campingplatz erst einmal erreicht hat, ist es super idyllisch und ruhig dort. Zu dem Campingplatz gehören auch die natürlichen Pools von Grettislaug. Um diese benutzen zu können, muss man jedoch einen kleinen Betrag extra zahlen. Der Campingplatz ist recht spartanisch ausgestattet. Es gibt aber eine kleine Küche und Toiletten. Duschen sind dort nicht vorhanden. Ich fand die kleinen grasbedeckten Häuschen besonders schön. Von diesem Ort aus kann man auch Tagestouren zur kleinen Insel Drangey unternehmen. Die unbewohnte Insel ist der perfekte Ort für Vogelbeobachtungen. Auch eine Kolonie des niedlichen Puffins lebt auf Drangey.