Oh hai
27.12.2018

Island Tag 07 – Nordisland

Grjótagjá Cave – Goðafoss – Akureyri – Dalvík

Von Reykjahlíð beim See Mývatn führte uns die Route über Akureyri bis in den Fischerort Dalvík im hohen Norden Islands. Wir schauten uns die Grjótagjá Höhle und den Goðafoss an.


Eiskalt und durchgefroren wachten wir in unserem Dachzelt auf. Der Wind peitschte die ganze Nacht so stark, dass wir sogar am Abend noch kurz den Wagen umfahren mussten, um nicht komplett weggeweht zu werden. Mit 3-4 Lagen Kleidung schliefen wir uns gingen morgens erst mal schön warm duschen. Nach einem Frühstück in einem überdachten Häuschen auf dem Campingplatz fuhren wir wieder weiter.

Als erstes besichtigten wir die Grjótagjá Höhle, die sich nur 5 km vom Campingplatz entfernt befand. Diese Höhle wurde früher gerne als Badehöhle von Einheimischen und Touristen genutzt. Besonders beliebt war sie zwischen 1950 und 1975. Als 1975 eine 9-jährige Eruptionsphase des Krafla Vulkans begann, stieg die Temperatur des Wassers auf bis zu 60°C und das Baden war hier nicht mehr möglich.

Später wurde die Höhle wieder zum Baden freigegeben. Inzwischen steht dort jedoch ein Schild, dass sich die Höhle in Privatbesitz befindet und das Baden verboten ist.

Im Juli 2018 wurde der Zugang zur Kvennagjá, einem weiteren Höhleneingang versperrt. Die Besucher haben diese zu sehr verschmitzt, sodass ein Gitter seither den Eingang versperrt. Sehr schade!

Bekannt ist vielen diese Höhle sicher auch durch die Serie Game of Thrones. In der 3. Staffel diente die Grjótagjá Höhle als Drehort für eine Szene mit Jon Snow und Ygritte.

Wir kletterten in die Haupthöhle und waren sehr angetan von dem was uns geboten wurde. Die Höhle war klein und man musste etwas klettern. Wir hatten Stirnlampen dabei und bahnten uns den Weg zum klaren, blauen Wasser. Es schien die perfekte Badetemperatur zu haben. Leider ist das Baden hier aber nicht gestattet (vermutlich wären es auch zu viele Touristen, die hier herumklettern).

Wir blieben eine Weile dort und wärmten uns auf. Diese Höhle ist ein perfekter Ort für eine kleine Pause und definitiv einen Besuch wert.



Später fuhren wir weiter bis zum Goðafoss, der auch Wasserfall der Götter genannt wird. Man kann ihn von mehreren Seiten anschauen. Wir wählten zuerst die westliche Seite und wollten eigentlich noch zur anderen gehen. Wir entscheiden uns dann aber dagegen, als wir völlig durchnässt vom Regen im Auto Wärme suchten. Das besondere an diesem Wasserfall ist wohl seine Form. Hier stürzt das Wasser vom Fluss Skjálfandafljót ringförmig über 30m verteilt zwischen 9m und 17m in die Tiefe. Man kann direkt an das Ende der Klippen gehen, muss hier aber natürlich wie immer in Island sehr aufpassen. 

Als wir direkt am Wasser standen, fing es heftig an zu regnen und wir waren bis auf die Knochen nass. Als wir dann im Auto saßen, Tee tranken und Wärme suchten, entschieden wir uns dagegen noch die andere Seite des Wasserfalls anzuschauen. Im Nachhinein gereue ich es etwas, da Bilder von der östlichen Seite meist noch etwas schöner ausschauen. Das wäre dann noch ein Ausflug für den nächsten Island Urlaub...

Als nächstes führte uns der Weg über die Stadt Akureyri. Akureyri wird oft als die Hauptstadt des Nordens in Island bezeichnet. Mit etwa 18.000 Einwohnern ist sie die viertgrößte Stadt des Landes. Wir sahen uns den Stadtkern an und bummelten durch ein paar Läden. Danach fuhren wir nach Dalvík, wo wir am nächsten Morgen eine Whale Whatching Tour machen wollten. Der Campingplatz war eigentlich ein Sportplatz mit ein paar Containern für Sanitäranlagen und eine kleine Küche. Wir lernten dort ein paar andere deutsche Reisende kennen, kochten und hatten noch einen netten Abend in der Gemeinschaftsküche.