Oh hai
26.12.2018

Island Tag 06 – Nordostisland

Dettifoss – Hverir

Nach den tollen Fjordlandschaften im Osten führte uns die Ringroute nach Norden.  Wir besuchten den riesigen Dettifoss und fuhren bis ins Geothermalgebiet Mývatn.

 

Schön warm war es als wir morgens im Sólbrekka Guesthouse aufwachten. Die Nacht haben wir zur Ausnahme in einem Zimmer und nicht im Dachzelt unseres Dacias verbracht. Wir frühstückten und machten uns auf den Weg zum Dettifoss Wasserfall.

Wir fuhren den gleichen Weg wie am Vortag, hielten jedoch dieses mal bei dem alten Schiffswrack im Fjord von Mjóifjörður an und gingen auf kleine Erkundungstour. Das Wrack der US Navy stammt scheinbar aus dem 2. Weltkrieg und verrostet seitdem im Fjord. Es ist auf jeden Fall ein kurzer interessanter Stopp, bevor es die schmale Gravelroad bis Egilsstaðir wieder zurück ging.

Von Egilsstaðir aus fuhren wir nördlich bis zum Dettifoss Wasserfall. Auf der Strecke dort hin kamen wir noch an einem weiteren, kleineren Wasserfall vorbei und kletterten dort etwas herum. Dann veränderte sich die Landschaft sehr und wir sahen nur noch Lavawüste. Es sah plötzlich aus wie auf einem anderen Planeten und war ein ziemlicher Kontrast zu den grünen, nebelverhangenen Fjordlandschaften im Osten Islands. Wir hielten unterwegs an einem Parkplatz an, von dem man einen super Blick über das Gebiet erhaschen kann.



Dann bogen wir irgendwann von der Ringstraße rechts auf die Straße mit der Nummer 864 ab. Die Straße war holprig und in einem sehr schlechten Zustand. Dennoch kamen uns sehr viele, rasende Kleinwagen entgegen, denen der Zustand ihres Mietwagens wohl ziemlich egal gewesen sein muss. Wir fuhren langsam und holpernd die 30 Kilometer Gravelroad weiter bis zum Parkplatz beim Dettifoss. Hierzu sei gesagt, dass man sich vorher erkundigen sollte welche Seite man lieber sehen möchte. Wir entschieden uns für den Aussichtspunkt auf der östlichen Seite. Hier kommt man näher an den Wasserfall heran und es gibt wahrscheinlich auch etwas weniger Touristen, da man die westliche Seite des Wasserfalls über eine asphaltierte Straße erreichen kann und die meisten Reisebusse vermutlich nicht die lange Gravelroad zum östlichen Viewpoint nehmen werden. Viele Menschen waren hier dennoch anzutreffen. Berechtigterweise, denn der Dettifoss ist gewaltig! 



Der Dettifoss gilt als der leistungsstärkste Wasserfall Europasund beeindruckt durch Volumen und Fallhöhe. Wir gingen relativ dicht heran und hatten schon ziemlichen Respekt vor diesen Wassermassen. Wir suchten uns einen Vorsprung und machten ein paar Bilder. Natürlich befand sich dieser nicht direkt am Abgrund, war aber perfekt dafür geeignet genau so ein Bild zu "faken". Nach einer ganzen Weile machten wir uns dann wieder auf den Weg zum Auto und fuhren die lange Gravelroad wieder zurück. Unser weitere Weg führte uns bis nach Mývatn. Davor hielten wir aber noch am Hverir Geothermalgebiet an. Das Gebiet kann man kostenlos anschauen und lohnt sich wirklich sehr. Hier sprudelt und dampft alles. Es gibt Mudpools und es riecht nach Schwefel. Man kann hier einen kleinen Rundgang machen, sollte aber natürlich etwas aufpassen. Wir haben sogar Leute gesehen, die die Hand in den Dampf gehalten haben und sich dadurch fast verbrannt haben...

Am Abend fuhren wir den Campingplatz Hlíð Ferðaþjónusta in Mývatn an, bereiteten Essen zu und warteten auf eine sehr windige Nacht.