Oh hai
02.12.2018

Island Tag 03 – Südisland

Dyrhólaey - Reynisfjara - Vík í Mýrdal - Fjaðrárgljúfur

Am dritten Tag erkundeten wir den Süden der Insel und entdeckten viele tolle Orte, die wir bisher nur von Instagram und Pinterest kannten. 


Am Freitag morgen wurden wir ausnahmsweise von der Sonne geweckt, die unser Dachzelt mollig warm werden ließ. Und wahrscheinlich auch vom Lärm der Reisebusse, die langsam am Skógafoss neben uns eintrudelten... Wer in Island Ruhe sucht, sollte nicht unbedingt direkt am Skógafoss Wasserfall campen. Wir standen verschlafen auf und reihten uns in die lange Duschschlange ein. Frisch geduscht, bereiteten wir Frühstück zu und fuhren gestärkt los. An diesem Tag war viel geplant, die Distanzen jedoch recht kurz.

Der erste Halt war schon nach ein paar Minuten Fahrtzeit bei der Halbinsel Dyrhólaey. Dort besuchten wir einem Aussichtspunkt mit einem Leuchtturm. Von dort aus hatte man einen tollen Blick über den endlos erscheinenden schwarzen Sandstrand und den großen, ins Meer ragenden Felsbogen aus Vulkangestein. Auch kann man hier super die niedlichen Puffins beobachten. Dafür sollte man sich am besten ein Fernglas mitnehmen und zum fotografieren auf jeden Fall ein Teleobjektiv. Ich kam mit meinem 70mm nämlich nicht so weit.



Wir hielten uns dort eine Weile auf und fuhren dann weiter zum Reynisfjara Beach. Dieser war ziemlich überfüllt und alle versuchten den schönen, sonnigen Tag am Strand zu genießen. Es war gar nicht so einfach ein Foto zu schießen, auf dem kein Mensch durch das Bild lief. Sehr schön ist die Hálsanefshellir Höhle aus Basaltstein. Eine tolle Fotogelegenheit...

Wir gingen immer weiter und kletterten bald über ein paar Felsen. Die Wellen sollte man hier immer im Blick behalten, da dieser Strand für die überraschenden und sehr gefährlichen Sneaker Waves bekannt ist.

An diesem Strand sind schon Menschen von den starken Wellen erfasst und getötet worden, weshalb man immer ein Auge auf das Wasser haben sollte. Dieser Tag war jedoch sehr ruhig und die Wellen weit genug von uns entfernt.

Nach kurzer Zeit befanden wir uns an einem weiteren Strandabschnitt und waren fast ganz alleine. Dort blieben wir eine kurze Zeit, ich ließ meine Drohne fliegen und wir lagen für einen Moment nur im Sand entspannten am einzigen wirklich sonnigen Tag in Island.



Nach einem Blick auf die Uhr und der Erkenntnis, dass es schon deutlich später war als angenommen machten wir uns auf den Weg nach Vík í Mýrdal, einem kleinen Ort, der sich nur 10 Minuten Autofahrt von dem Reynisfjara Beach entfernt befindet. Dort kauften wir etwas ein und fuhren dann zur kleinen weißen Kirche mit dem roten Dach. Dort kann man vorbei fahren und kommt ganz oben auf einen Hügel. Auf einer Seite befindet sich ein Friedhof und auf der anderen Seite kann man den ganzen Ort überblicken. An diesem schönen Plätzchen haben wir unsere Picknickdecke aufgeschlagen und etwas gegessen, Tee getrunken und die Aussicht genossen. 



Nach dem Picknick mit super Ausblick fuhren wir zu einem Ort, den ich im Vorfeld auf vielen Fotos bewunderte und endlich in Echt vor mit sehen wollte: Fjaðrárgljúfur. Diese etwa 2 km lange und an manchen Stellen bis zu 100 Breite Schlucht ist unglaublich schön. Dieser Ort ist ein Muss auf der Rundreise und ein toller Spot für alle Fotografen. Diese Grüntöne beeindrucken mich immer wieder beim Betrachten der Bilder.

Leider sieht man an diesem Ort wieder, was die Touristenmassen ausmachen. Es gibt klare Absperrungen, dennoch klettern Menschen einfach drüber und ignorieren Schilder, auf denen ganz klar steht, dass man auf den Wegen bleiben soll, da sich die Natur regenerieren soll.

Schade, dass für Viele Likes auf Instagram wichtiger sind. Teilweise soll der Weg sogar komplett gesperrt gewesen sein. Als wir im August dort waren, war dieser zwar nicht in bester Verfassung, jedoch frei zugänglich.

Abends fuhren wir zu einem Campingplatz in Kirkjubæjarklaustur. Dieser war sehr gut ausgestattet und sauber. Wir konnten in einer Küche kochen und hielten uns dort den Abend über auf.