Oh hai
18.11.2018

Island Tag 01 – Seljalandsfoss

Keflavík – Seljalandsfoss

Ein Traum wurde war! Eine Reise nach Island stand schon so lange auf meiner Bucketlist. Ende August startete dann endlich das 12-tägiges Abenteuer mit SUV und Dachzelt. Ziel war es, die Insel einmal zu umrunden. Die erste Nacht verbrachten wir direkt am atemberaubenden Seljalandsfoss Wasserfall.

Am Mittwoch, den 22.08.18 ging es für Felix und mich gegen 12 Uhr zum Hamburger Flughafen. Der Flug nach Reykjavik startete um 14 Uhr. Durch die Zeitverschiebung kamen wir um 15.15 Uhr in Island an und konnten schon im Landeanflug den riesigen Vatnajökull Nationalpark mit all seinen Schneemassen erahnen. Nachdem wir unsere Rucksäcke abgeholt haben, warteten wir auf unseren Shuttle zur Zentrale des Mietwagenanbieters, wo wir unseren Wagen für die nächsten 11 Tage abholten.

Wir buchten schon eine Weile im voraus einen Dacia Duster mit Dachzelt. Der Wagen hatte Allrad Antrieb und war für F-Roads geeignet, was in Island definitiv von Vorteil ist. Selbst kleinere Nebenstraßen, die nicht als F-Road gekennzeichnet sind, fährt man mit einem Allradantrieb sicher deutlich besser.

Wir erhielten eine kleine Einweisung wie wir das Dachzelt aufbauen und dann ging es direkt auf die Straßen. Der erste Stopp war jedoch nicht weit entfernt: Nettó, ein Supermarkt. Wir decken uns für den ersten Abend ein und stellten fest, dass einkaufen in Island unglaublich teuer ist. Später versuchten wir darauf zu achten, nur noch bei Bónus einzukaufen. Dort ist es etwas günstiger und Vergleichbar mit Aldi. Leider haben wir von der Vermietung keine Kühlbox bekommen und stattdessen einen Tisch und 2 Stühle. Wir konnten also nichts kühlen und immer darauf achten, dass wir Milch und Aufschnitt schnell verbrauchten. Meist war es aber sowieso recht kalt (zwischen 6° Grad und 2° Grad) und wir lagerten das Essen in einer Box unter dem Auto an der frischen Luft.



Als wir die Einkäufe verstaut haben, fuhren wir in Richtung Süden und gegen den Uhrzeigersinn im die Insel. Nach 2 Stunden und 15 Minuten erreichten wir unseren ersten Spot für die Nacht, den Hamragarðar Campingplatz direkt am bekannten Seljalandsfoss Wasserfall. Als wir ankamen war es schon 20 Uhr und die Sonne ging gerade unter. Wir stellten das Auto ab, schnappten unsere Regenjacken und gingen zum Seljalandsfoss Wasserfall. Dieser war nur 800m vom Campingplatz entfernt und wir waren schnell da. Es waren nur noch wenige Touristen dort und die Sonne war fast komplett verschwunden. Das besondere am Seljalandsfoss Wasserfall ist, dass man ihn auch von hinten bestaunen kann. Es führt ein Weg komplett um den Wasserfall herum und das macht ihn wahrlich atemberaubend.

Als wir den Seljalandsfoss umrundet haben und sehr viele Fotos geschossen haben, gingen wir wieder in Richtung Campingplatz und statteten dem etwas unbekannteren Wasserfall Gljúfrabúi ebenfalls einen Besuch ab. Um zu dem 40m hohen Wasserfall zu gelangen, muss man durch eine Spalte mit Wasserbett gehen. Das Wasser ist nicht tief, aber ordentlich kalt und wasserfeste Schuhe sind schon ein Muss! Nach etwa 5m durch das Wasser kommt man in einer Schlucht an und blickt auf den Gljúfrabúi. Es lohnt sich wirklich diesem Wasserfall auch einen Besuch anzustatten. Gute Fotos kann man jedoch fast vergessen, wenn man keine Wasserfeste Schutzhülle für eine Kamera hat. Meine Kamera war so nass, dass ich keine ordentlichen Bilder mehr schießen konnte und teilweise Angst hatte, ich würde sie komplett zerstören.

Wieder beim Auto angekommen, bauten wir das Dachzelt auf, bereiteten Nudeln zu und aßen in 3 Kleidungsschichten und im Nieselregen vor dem Auto. Der Boden war matschig und es wurde immer kälter und kälter. Es war eine sehr kalte Nacht und erst der Anfang vieler Nächte, die wir mit 4 Lagen Socken, 3 Schichten, Mütze und Schal im Dachzelt verbrachten.