Oh hai
09.10.2018

Madeira – Tag 05

Funchal & Balcões Viewpoint

Nachdem wir am Tag zuvor etwa 11 km von einem Berg zum anderen gewandert sind, gingen wir den fünften Tag auf Madeira entspannter an und fuhren nach Funchal, um uns die Hauptstadt der Insel anzusehen. Am Nachmittag besuchten wir noch den Balcões Viewpoint. 



Wir fuhren gegen frühen Mittag nach Funchal und parkten das Auto in einem Parkhaus direkt im Zentrum. Danach erkundeten wir zu Fuß den Ort, aßen etwas und sahen sehr viele süße Katzen. Wir schlenderten über den Markt Mercado dos Lavradores, wurden aber durch den extremen Fischgeruch vertrieben und gingen recht schnell weiter. Wir aßen etwas in einem kleinen Burgerrestaurant und betrieben Schaufenstershopping. Nach einer Weile kamen wir bei dem Park Santa Catarina Park an und blickten auf den Schiffsanleger, wo gerade ein großes Kreuzfahrtschiff im Hafen lag. Direkt vor dem Christiano Ronaldo Museum fuhren ein paar Kreuzfahrtpassagiere mit merkwürdigen Gefährten herum oder posierten mit der großen Statue des Profifußballers.

Wirklich beeindruckt waren wir nicht von Funchal und so überlegten wir im Park wo es denn noch hingehen könnte. Schnell wurde die Entscheidung gefällt und wir wollten noch schauen, ob wir eine Tour für Wal- und Delfinbeobachtungen mitmachen konnten. Also machten wir uns auf den Weg zum Hafen, natürlich mit einem kleinen Abstecher durch die Touristenmassen und entlang der Christiano Ronaldo Statue. Als wir am Hafen ankamen gab es leider nur noch eine letzte Tour an diesem Tag und die wäre mit einem Piratenschiff gewesen, inkl. Animateuren, die einen 3-Stunden lang im Piratenslang bespaßen… Das wollten wir uns dann doch nicht antuen und fuhren stattdessen über Monte und den Parque Ecológico do Funchal zum Balcões Viewpoint. In Monte muss man nur extrem aufpassen. Uns ist fast einer der Korbschlitten in das Auto gebrettert.


Je höher wir fuhren, desto nebliger und verregneter wurde es. Bei Ribeiro Frio fing ich ein paar tolle Nebelbilder mit der Kamera ein. Danach fing es kurz an zu schütten und wir verfuhren uns ziemlich. Als wir das Auto vor einer Snack Bar abstellten, warteten wir noch kurz im Auto, gingen aber kurz darauf raus in den Regen, um den kurzen Weg über die Levada dos Balcões zum Viewpoint zu starten. Der Wald war nebelverhangen und als man einen kleinen Tunnel entlangging, fühlte ich mich ein bisschen wie in der Netflix Serie Dark. Als wir beim Viewpoint ankamen, war hier absolut gar nichts zu sehen. Es war einfach nur neblig. Dafür findet man hier auf einem Baum direkt neben der Aussichtsplattform sehr zutrauliche Vögel, die sogar auf unseren Händen landeten. 



Eigentlich soll dieser Aussichtspunkt ziemlich überlaufen sein. Wir waren die meiste Zeit komplett alleine dort. Kein wunder, man sah ja auch nichts. Bei schönem Wetter sollte man aber angeblich sehr früh morgens starten, um den Touristenmassen zu entgehen. 



Am Abend gingen wir in Madalena do Mar noch etwas essen und genossen den Blick aufs Meer.