Oh hai
07.10.2018

Madeira – Tag 04

Pico do Arieiro – Pico Ruivo

Am vierten Tag auf der Insel Madeira wurde gewandert. Es ging zum Pico do Arieiro, dem dritthöchsten Berg Madeiras. Hier kann man direkt über eine Straße hinauf fahren und die Wanderung in der wunderschönen Berglandschaft starten. 


Von unserer Airbnb Unterkunft in Magdalena do Mar fuhren wir etwa eine Stunde bis zum Pico do Arieiro. Dort parkten wir auf dem großen Besucherparkplatz und starteten unsere Wanderung zum höchsten Berg der Insel, dem Pico Ruivo. Der Tag begann bewölkt und es nieselte teilweise sogar etwas. Je länger wir wanderten, desto besser wurde das Wetter aber und der Himmel klarte auf. Die Landschaft war atemberaubend und ich musste alle paar Meter anhalten und den Auslöser drücken. Der Wanderweg führte uns über schale Treppenstufen nach oben und steil nach unten, über engen Grat und an steilen Hängen entlang. Teilweise wurden Befestigungen durch Felsstürze zerstört und man ging ungesichert am Abgrund entlang.

Für diese Wanderung sollte man auf jeden Fall schwindelfrei sein und keine Höhenangst haben. Wanderschuhe sind in jedem Fall von Vorteil. Wir hatten keine und wanderten diese etwa 11 km lange Strecke mit Sneakern. Keine gute Idee wie sich herausstellte. Als wir uns auf der hälfte des Hinwegs befanden, knickte ich ziemlich böse um und lief humpelnd weiter den Berg hinauf. Es wurde immer schmerzhafter und so gingen wir nicht bis ganz nach oben auf die Spitze des Pico Ruivo, sondern nur bis Hütte Pousada do Pico Ruivo. Diese liegt etwas unterhalb des Gipfels. Wir gingen stattdessen noch etwas weiter einen gerade Weg entlang und picknickten an einem ruhigen Plätzchen.

Die Wanderung war tatsächlich sehr anstrengend, da man vom dritthöchsten Gipfel tief heruntersteigt, um dann wieder nach oben den höchsten Gipfel der Insel zu erklimmen. Der Höhenunterschied misst etwa 700m.

Auf dem Rückweg konnten wir einen wunderschönen Sonnenuntergang erleben und schauten zu, wie sich die Berglandschaft allmählich in goldenes Licht hüllte. Es war atemberaubend und eine der schönsten Wanderungen, die ich bisher erleben durfte. Trotz eines heftigen Muskelkaters und einem schmerzenden Knöchels würde ich diese Wanderung immer wieder machen. Madeira ohne diese Wanderung wäre nur halb so schön gewesen.