Oh hai
09.09.2018

Madeira – Tag 01

Nebelwald Fanal

Im März kurz vor Ostern verbrachten Felix und ich 6 Tage auf der wunderbaren Insel Madeira. Nach Ankunft in der Unterkunft in Madalena do Mar erkundeten wir spontan noch den Lorbeerwald in Fanal.


Unser Flug ging schon früh am Morgen von Hamburg aus nach Lissabon. Dort hatten wir dann 2 Stunden Aufenthalt, bevor der nächste Flug nach Funchal auf Madeira ging. Leider hatte der Flug schon eine leichte Verspätung und am Flughafen warteten wir eine halbe Ewigkeit auf unsere Rucksäcke. Dann standen wir auch noch bei der Autovermietung etwa 1 Stunde in der Schlange und mussten unsere Airbnb Hosts kontaktieren, dass wir leider erst verspätet dort eintreffen würden. Alles kein Problem. Der Tag war schön, daher verbrachten sie die Wartezeit einfach noch am Strand. Gut für uns.

Die Fahrt zu unserem Airbnb in Madalena do Mar dauerte nur etwa eine halbe Stunde und dank der wirklich gut ausgebauten Straßen und Tunnel (zumindest die Hauptstraßen) kamen wir zügig und einfach dort an. Begrüßt wurden wir mit typischem Madeirawein (nicht zu vergleichen mit dem uns bekannten Wein, sondern hochprozentiger!), frischen Bananen und Keksen.

Das Haus war klein und gemütlich, toll eingerichtet und unsere Hosts super freundlich. Hier ließ es sich definitiv länger aushalten.


Es wurde immer wärmer und wir entschieden uns spontan noch auf die Hochebene Fanal zu fahren. Ich hatte viele Bilder vom Lorbeerwaldgebiet Fanal gesehen und wollte hier unbedingt eine tolle Nebelstimmung einfangen. Auf dem Weg dort hoch änderte sich die Wetterlage abrupt und die einst kräftig scheinende Sonne verschwand hinter dicken Nebelschwaden. Schon bald konnten wir kaum noch etwas sehen und der Nebel drang sich direkt vor uns auf die Straße. Es fing an zu regnen und ich freute mich wie ein kleines Kind über die moody Stimmung. Als wir endlich den Parkplatz an einem Grillplatz mit Schutzhütte in Fanal erreichten, schüttete es wie aus Eimern und wir bereiteten uns mental und physisch mit Regenjacke auf das Wetter vor. Dann stiegen wir aus und bahnten uns den Weg durch das stürmische Nass. Binnen weniger Minuten waren wir klitschnass, tropften und ich hatte etwas Angst um meine Kamera. Dennoch war ich unglaublich glücklich. Dieser Ort war perfekt und zu dieser Stimmung musste es einfach regnen und stürmen!

Wir liefen zwischen den uralten Bäumen, von denen manche angeblich noch aus der Zeit vor der Entdeckung der Insel im Jahre 1419 stammen und schossen viele Fotos. Man konnte nicht weit blicken, da der Nebel wirklich tief hing und auch der anhaltende Regen die Sicht erschwerte. Nach einiger Zeit entdeckten wir einen kleinen Teich, nicht jedoch den eigentlichen Fanal Pond. Und Kühe, die hier eigentlich zuhauf im Moos entspannten, konnten wir auch nicht erblicken. Dieser Ort ist magisch und trägt nicht umsonst den Beinamen Feenwald.

Nach einiger Zeit wurde es trotz Euphorie sehr kalt und die nasse Kleidung lag wie eine Eisschicht auf der Haut. So kehrten wir zum Mietwagen zurück und fuhren zur Unterkunft. Nach diesem ersten ereignisreichen Tag gingen wir zeitig schlafen und bereiteten uns auf den nächsten Tag vor.